03.10.2016, 14:54 Uhr

Unterwasser-Rugby: Vom USI-Kurs zur EM-Teilnahme

Anna Weberhofer mit Ausrüstung (Foto: Gernot Ribitsch)
Graz: Eggenberg Bad |

“Was, du spielst Unterwasser-Rugby?” Ähnliche Fragen hört die 24 jährige Psychologie-Studentin Anna Weberhofer oft. Im Interview spricht die Grazerin über ihre Motivation und ihr großes Ziel in der wenig bekannten Sportart: Die EM-Teilnahme 2017.

„Unterwasser-Rugby“ ist für viele ein Fremdwort. Wo bist du dem Sport das erste Mal begegnet?

Anna: Letzten Sommer war ich mit meiner Cousine in der Posaune (Anm: Grazer Lokal) und hab ein Plakat vom Grazer Club gesehen. Wir sind beide Schwimmerinnen und sie wollte unbedingt ein Schnuppertraining machen. Dann haben wir vom USI-Kurs (Anm: Universitäts-Sportinstitut) gehört und haben in der Anmeldephase die letzten zwei Plätze ergattert. Ich hatte damals Fieber und hätte eigentlich ins Bett gehört! (Lacht)

Wie hat dir der Kurs dann gefallen?

A: Puh, das war anfangs ungewohnt. Ich war vorher noch nie mit Flossen, Maske und Schnorchel im Wasser. Die Ausrüstung war für mich die ersten Trainings das Hauptproblem. Aber Wasser ist einfach mein Element, nach drei Trainings hat es wirklich Spaß gemacht kurz Luft zu holen und dann unter Wasser um den Ball zu catchen. Das macht süchtig!

Wie wichtig ist dir Sport im Allgemeinen?

A: Neben meinem Studium will ich schon zwei bis drei Mal die Woche sportlich aktiv sein. Vor Unterwasser-Rugby war ich oft Bouldern und Klettern, davor war ich acht Jahre in einem Schwimmverein. Wasser ist auf jeden Fall meine große Leidenschaft.

Nach einem Jahr Spielzeit bist du jetzt im österreichischen Damenkader. Wie ging das so schnell?

A: Da während der Weihnachtsferien kein USI Kurs stattfand, durften wir beim normalen Vereinstrainingschnuppern. Dort war das Spiel viel strukturierter und ich habe gemerkt, wie viel Technik dahinter steckt. Es ist eben viel mehr als nur ums “Ball-Catchen”. Dann bin ich zu meinem ersten Wettkampf im April in Wien eingeladen worden, später war ich mit in Florenz bei einem Turnier mit dem österreichischen Damen-Nationalteam. Aus dem Spielspaß heraus entstand dann bei mir der Wunsch nach mehr Leistung.

Welche sportlichen Ziele hast du jetzt?

A: Ich will bei der Europameisterschaft im Sommer 2017 in Ungarn dabei sein und dort meine beste Leistung bringen! Das ist gerade meine Hauptmotivation, dafür trainiere ich jetzt auch gezielter als vor einem Jahr, ich konzentriere mich jetzt stark auf meine Rolle als Verteidigerin.

Über den USI Kurs

In Graz wird nun das dritte Semester in Folge ein Kurs am Universitäts-Sportinstitut abgehalten, der wegen des hohen Andrangs auf 25 Plätze aufgestockt wurde. Mit 30.9. waren noch sechs Plätze frei. Der Kurs findet Mittwoch Abend im Schwimmbecken des HIB Liebenau statt. Kursinfos: http://graz.uwr.at/usi-kurs
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