Gruseliger Brauchtum
"Halloween" wird zur "Nacht der 1000 Lichter"

An Halloween darf natürlich ein ausgehöhlter, beleuchteter Kürbis nicht fehlen. Bei der "Nacht der 1000 Lichter" in den Pfarrkirchen verzichtet man logischerweise auf die Frucht.
  • An Halloween darf natürlich ein ausgehöhlter, beleuchteter Kürbis nicht fehlen. Bei der "Nacht der 1000 Lichter" in den Pfarrkirchen verzichtet man logischerweise auf die Frucht.
  • Foto: KaYann - Fotolia com
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

EFERDING, GRIESKIRCHEN. Achtung, am 31. Oktober wird es wieder gruselig! Denn in der Nacht vor Allerheiligen wird wieder Halloween gefeiert. Die Katholische Jugend organisiert an diesem Abend oberösterreichweit eine "Nacht der 1000 Lichter".

Was besonders in den USA mit schaurigen Kostümen und "Süßes oder Saures" ausgiebig gefeiert wird, kommt ursprünglich von der grünen Insel. In Irland zelebrierten die Kelten in der Nacht zum 1. November das Ende des Sommers und den Einzug des Viehs in die Ställe. Sie glaubten, dass auch die Toten zu ihren Heimen zurückkehren. Ähnlich wie unser heutiges Allerheiligen soll dies ein großes Totenfest gewesen sein. Irische Einwanderer brachten Halloween schließlich in die USA.

In den 1990ern schwappt das lustige Geisterfest wieder zurück nach Europa – was man seither Ende Oktober am Angebot an Kostümierung, Dekoration und Horrorfilmen im Fernsehen erkennt. Auch Veranstaltungen dürfen nicht fehlen: Das "Halloween Clubbing" lockt heuer am 31. Oktober im Bräuhaus Eferding, in der Lederfabrik am Wurmgelände in Neumarkt wird zum "Monsterland" geladen.

Lasst die Kürbisse leuchten

Und was hat nun der ausgehöhlte und beleuchtete Kürbis mit Halloween zu tun? Wir gehen nochmal kurz nach Irland: Einer Sage zufolge soll der vife Jack Oldfield den Teufel in der Nacht vor Allerheiligen ausgetrickst haben, damit dieser für seine Schandtaten seine Seele nicht holt. Als aber im Himmel Jack der Eintritt verwehrt wird, muss seine Seele herumirren. Der Teufel hat Mitleid: Mit einer ausgehöhlten Steckrübe und einem glühenden Kohlenstück muss Jacks Seele am Vorabend von Allerheiligen nun durch die Dunkelheit wandern. Aus der Rübe wurde schnell der Kürbis – der ausgehöhlt auch "Jack O'Lantern" genannt wird.

Lasst die Lichter brennen

Die Katholische Jugend lädt am Abend vor Allerheiligen zur „Nacht der 1000 Lichter“. Entzunden werden hier zwar keine Kürbisse aber Kerzen. Österreichweit laden Lichterwege zum Nachdenken, Meditieren und Beten ein. Im Mittelpunkt stehen in der Nacht auf Allerheiligen festbezogen die Themen Tod und Trauer, aber auch das Leben. Der Lichterglanz der Nacht der Tausend Lichter weist darauf hin, dass es „das Heilige“ auch im persönlichen Leben jedes Menschen gibt und nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

Im Hausruckviertel werden Lichter in diesen Kirchen entzunden:

  • Pfarrkirche Peuerbach, von 19 bis 22 Uhr: Motto: "Lebe, Liebe, Lache"
  • Pfarrkirche Gaspoltshofen von 19 bis 21 Uhr: Die Jugendgruppen aus den Dekanaten Gaspoltshofen und kallham laden zu einem Lichterweg durch die Kirche
  • Filialkirche Oberwödling bei Grieskirchen, von 18 bis 20 Uhr: Motto "Auszeit vom Alltag und einmal zur Ruhe kommen"
  • Pfarrkirche Hofkirchen von 19 bis 20 Uhr
  • Pfarrkirche Weibern ab 19 Uhr mit Lichterlabyrinth
  • Pfarrkirche Geboltskirchen von 20 bis 22 Uhr, dann bis 6 Uhr Anbetungsnacht. Bitte Gurkenglaserl mitnehmen.

Hier finden Sie alle teilnehmenden Kirchen in ganz Oberösterreich.

Autor:

Julia Mittermayr aus Grieskirchen & Eferding

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