Das große Krabbeln: Hochsaison für Kopfläuse

Kontrolle ist das A und O und sollte auch nach Behandlung von Läusen regelmäßign durchgeführt werden.
  • Kontrolle ist das A und O und sollte auch nach Behandlung von Läusen regelmäßign durchgeführt werden.
  • Foto: panthermedia.net/Goodluz
  • hochgeladen von Christine Schneider

BEZIRK. Verdächtiges Kratzen am Kopf und rote, juckende Stellen: Pünktlich zum Kindergarten- und Schulstart haben leider auch wieder Kopfläuse Hochsaison. Wie man die unliebsamen Mitbewohner erkennt und wie Kinder wieder läusefrei werden, verrät Daniela Lutz-Stein, Allgemeinmedizinerin in Haag am Hausruck.

Lästig, aber ungefährlich
Juckende Kopfhaut zählt zu den häufigsten Anzeichen von Kopfläusen. "Das Phänomen tritt jährlich im Herbst zum Kindergarten- und Schulbeginn auf", so Lutz-Stein. Dabei sind Kopfläuse nicht unbedingt ein Zeichen mangelnder Hygiene. Kopfläuse fühlen sich auch auf gepflegten und frisch gewaschenen Haaren wohl. Und auch wenn die sechs-beinigen Insekten unangenehm sind, so sind sie völlig ungefährlich. Dennoch sollte möglicher Läusebefall durch Lupe oder Nissenkamm sofort überprüft und gegebenenfalls entsprechend behandelt werden. Zudem ist es wichtig, den Kindergarten beziehungsweise die Schule über den Läusebefall der eigenen Kinder zu benachrichtigen, um eine weitere Verbreitung der Kopfläuse zu verhindern.

Rasche Behandlung
Kopfläuse verschwinden nicht von selbst – eine rasche Behandlung der Plagegeister ist daher besonders wichtig. Unterschiedliche medizinische Anti-Laus-Mittel wie Shampoos, Gele oder Sprays schaffen dabei Abhilfe und machen Läusen schnell den Garaus. Zu beachten ist dabei, dass das jeweilige gewählte Mittel großzügig und gleichmäßig verteilt wird sowie dass die entsprechende Einwirkzeit eingehalten wird. "Besonders wichtig ist zudem, die nassen Haare sorgfältig mit einem Nissenkamm – am besten aus Me-#+tall – auszukämmen", betont Lutz-Stein.

Kontrolle nicht vergessen
Auch nach der Behandlung der Läuse sollte die Kopfhaut noch regelmäßig kontrolliert werden, da sich häufig noch Nissen in den Haaren befinden. "Dabei schaffen Essigwasser und Nissenkamm Abhilfe", erklärt die Allgemeinmedizinerin. "Zudem ist es ratsam, Plüschtiere, Kopfkissen, Bettwäsche, Kopfbedeckungen, Handtücher, Kämme, Decken sowie Polstermöbel zu wechseln und zu reinigen, um den unliebsamen Gästen ein schnellstmögliches Ende zu setzen und zudem andere Familienmitglieder vor einem Kopfläusebefall zu schützen."

Autor:

Christine Schneider aus Grieskirchen & Eferding

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