Im Einsatz für andere
Rotes Kreuz im Bezirk Grieskirchen sucht für Juni 2019 noch Zivildiener

Sebastian Dieplinger, Zivildiener an der RK-Ortsstelle Peuerbach.
  • Sebastian Dieplinger, Zivildiener an der RK-Ortsstelle Peuerbach.
  • Foto: OÖRK/Christian Hartl
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

BEZIRK GRIESKIRCHEN. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft und sind Teil einer aktiven Zivilgesellschaft: Jedes Jahr absolvieren mehr als 670 junge Menschen ihren Zivildienst im OÖ. Roten Kreuz.

„Ich möchte Menschen helfen und mich für unsere Gesellschaft engagieren“, erklärt Sebastian Dieplinger (19), warum er sich vor sechs Monaten für den Zivildienst beim OÖ. Roten Kreuz entschieden hat. „Es ist eine sinnvolle, abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit. Mir gefällt der Kontakt mit anderen Menschen und ich lerne Fähigkeiten, die mich im Berufs- und Privatleben weiterbringen“, erklärt der 19-Jährige weiter.

Menschenleben gerettet

Erlebt hat der gelernte Maurer in seiner bisherigen Zivildienst-Karriere im Rettungsdienst an der Ortsstelle Peuerbach schon vieles: Nur wenige Wochen nach Dienstantritt war er dabei, ein Leben zu retten: „Am Fußballplatz in meinem Heimatort St. Agatha sackte der Torwart während eines Spiels leblos zusammen. Der junge Mann hatte plötzlich keinen Puls mehr“, schildert er die Situation in Nachhinein. Dank einer perfekten Rettungskette überlebte er und war schnell wieder am Weg der Besserung.

Seit 43 Jahren eine Erfolgsgeschichte

Seit Februar 1975 bildet das OÖ. Rote Kreuz Zivildiener aus – im Jahr sind dies rund 670 junge Menschen. Die jungen Männer sind hauptsächlich im Rettungsdienst tätig. Zivildiener sind bei einem Drittel aller Rettungseinsätze des OÖ. Roten Kreuzes dabei und unverzichtbar, um flächendeckend rasche Hilfe zu garantieren. „Menschen, die sich für andere einsetzen, sind meist auch im späteren Arbeitsleben besonders aktiv und verantwortungsbewusst“, erklärt Günter Haslberger, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Grieskirchen.

Rund 80 Prozent der Zivildiener bleiben der landesweit größten humanitären Hilfsorganisation danach als freiwillige Mitarbeiter weiter treu. Diese Verbundenheit zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der jungen Männer ihren Zivildienst als positiv, sinnstiftend und bereichernd erlebt. „Auch unsere Bevölkerung profitiert vom Zivildienst“, weiß Haslberger und verweist dabei auf den hohen volkswirtschaftlichen Wert des Zivildienstes.

Freie Stellen für Bezirk Grieskirchen

Aber: Die Menschen werden zunehmend älter, die Zahl junger Menschen geht sukzessive zurück. Der demografische Wandel ist auch im OÖ. Roten Kreuz angekommen. „Vor allem in den Monaten April und Juni wird es immer schwieriger, die offenen Zivildienststellen zu besetzen“, verrät der Bezirksstellenleiter. Im Bezirk Grieskirchen gibt es derzeit für Juni 2019 noch freie Stellen.

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