Zeckensaison: Die Gefahr lauert bereits wieder

Die Blutsauger schlagen wieder zu: bis Ende Oktober muss man mit dem Auftreten von Zecken rechnen.
  • Die Blutsauger schlagen wieder zu: bis Ende Oktober muss man mit dem Auftreten von Zecken rechnen.
  • Foto: panthermedia_net/Schlegelfotos
  • hochgeladen von Christine Schneider

BEZIRKE. Mit den ersten warmen Frühjahrstagen lauert die Zeckengefahr für Mensch und Tier. Als Parasiten benötigen Zecken andere lebende Organismen zum Überleben. Was man über die kleinen Blutsauger wissen sollte, verrät Martin Dettelbacher, Allgemeinmediziner in Schlüßlberg.

Wann ist das Zeckenrisiko besonders hoch?
Dettelbacher:
Ab einer Temperatur von etwa sieben Grad Celsius sind Zecken aktiv. Sie lieben Temperaturen zwischen 14 und 23 Grad. Ab März bis Ende Oktober muss man normalerweise mit dem Auftreten von Zecken im Wald, auf Wiesen und im Garten rechnen.

Wie kann man sich schützen?

Um sich vor Zeckenstichen zu schützen, sollte man auf freie Hautpartien Gelsenschutzmittel auftragen. Außerdem ist es ratsam, in der Natur lange Hosen anzuziehen. Zecken fallen nicht von Bäumen. Sie sitzen maximal in 50 bis 100 Zentimetern Höhe. Deshalb können Kinder Zecken auch mit den Ärmeln abstreifen. 

Wie werden Zecken entfernt?
Am besten entfernt man sie mit einer Zeckenzange. Öl oder ungeeignete Pinzetten sollten auf keinen Fall verwendet werden. Dadurch wird die Infektionsgefahr für Borreliose sogar erhöht, weil die Zecke erbricht und der Mageninhalt mit dem Erreger in die Blutbahn des Menschen gelangt.

Welche Gefahren gbt es nach einem Zeckenstich?
Zum einen gibt es die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute bzw. des Zentralnervensystems führen kann. Zum anderen kann es zu Borreliose kommen. Diese wird von Bakterien, sogenannten Borrelien ausgelöst. Je schneller also die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko, dass eine Übertragung stattfindet.

Wie kann man vorbeugen?
Einen wirksamen Schutz vor einer Infektion mit dem FSME-Virus kann die FSME-Impfung bieten. Es existiert jedoch nur eine vorbeugende Impfung und keine ,Impfung danach'. Generell wird die FSME-Impfung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr empfohlen. Ich persönlich empfehle, die Höhe der Antikörper im Blut in Form eine Blutabnahme bestimmen zu lassen. Dadurch kann man sich unnötige Impfungen ersparen.

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