Jubiläum
Soroptimistinnen feiern 100 Jahre mit "Frauen am Weg"

Im Schloss Tollet präsentierten die Soroptimistinnen ihr Projekt "Frauen am Weg".
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  • Im Schloss Tollet präsentierten die Soroptimistinnen ihr Projekt "Frauen am Weg".
  • Foto: Haslberger/BRS
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Der Soroptimist Club International feiert heuer 100-jähriges Bestehen. Der Club Grieskirchen steuert dazu das Projekt "Frauen am Weg" bei.

TOLLET. Zum Jubiläum und dem dazugehörigen Motto "Road to Equality" kreierte der Soroptimist Club Grieskirchen das Projekt "Frauen am Weg", das beim Festabend im Schloss Tollet vorgestellt wurde. Die künstlerisch gestalteten Frauenfiguren werden am Tolleter Wanderweg platziert. Spaziergänger können sich über Leben und Wirken der dargestellten Frauen informieren. "Mit diesem Projekt wollen wir Frauen und Mädchen Mut machen, sich ihrer Stärken bewusst zu werden, ihre Potenziale zu nutzen, ihre Pläne zu realisieren und ihren eigenen Weg zu gehen", erklärt Präsidentin Martina Schielin. 

Von der Projektvorstellung im Schloss Tollet überzeugten sich auch die Ehrengästen – darunter die Bürgermeisterinnen Gisela Mayr (Tollet) und Maria Pachner (Grieskirchen), Helga Schörgendorfer (Bezirksvorsitzende Frau in der Wirtschaft), Jacinta Maria Mössenböck, Künstlerin Andrea Hinterberger, Hausherrin Gabriele Revertera (Schloss Tollet) und Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer.

Frauen in den Fokus rücken

Frauen aus dem Bezirk Grieskirchen – von damals bis heute – werden vor dem Vorhang geholt. Hierbei handelt es sich um Persönlichkeiten, die in ihrem Leben etwas bewegt  und etwas nachhaltig bewirkt haben.

"Wir wollen diese Frauen in die Mitte der Gesellschaft rücken, wir wollen sie aus dem Schatten der Vergangenheit in das Licht der Gegenwart stellen und wir wollen ihnen Platz und Raum geben. Das Projekt möchte Frauen und Mädchen Mut machen, sich ihrer Stärken bewusst zu werden, ihre Potentiale zu nützen, ihre Pläne zu realisieren und ihren eigenen Weg zu gehen."

, sagt Schielin. Als fortlaufendes Projekt werden in Zukunft noch weitere Frauen am Weg Platz finden.

"Hier merkt man auch die Symbolkraft dieses verbindenden Projektes von Grieskirchen und Tollet. Und auch, dass diese beiden Orte, je eine Bürgermeisterin haben, ist zukunftsweisend"

, lobt Ortschefin Gisela Mayr die Arbeit der Soroptimistinnen.

Insgesamt vier Kunstwerke zeigen vier starke weibliche Persönlichkeiten. Als fortlaufendes Projekt soll "Frauen am Weg" noch weitere starke Damen porträtieren.
  • Insgesamt vier Kunstwerke zeigen vier starke weibliche Persönlichkeiten. Als fortlaufendes Projekt soll "Frauen am Weg" noch weitere starke Damen porträtieren.
  • Foto: Haslberger/BRS
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Vorbilder von damals bis heute

Die vier künstlerisch gestalteten Frauenfiguren sind:

  • Dorothea Jörger, 1477 geboren, war eine Brieffreundin Martin Luther’s war früh Witwe und verwaltete den Familienbesitz. Künstlerisch ist sie dargestellt von Andrea Hinterberger.
  • Schwester Franziska Wimmer, 1824 in Waizenkirchen geboren, gab armen und verwahrlosten Kindern ein zu Hause und die Möglichkeit einer Schulbildung. Sie gründete 1850 den Orden der armen Schulschwestern, der heutige Franziskaner-Orden. Künstlerisch dargestellt von den Schülerinnen des Kreativzweiges des Oberstufenrealgymnasiums der Franziskanerinnen in Wels unter Leitung von Michaela Kastinger-Haslinger, Claudia Martinek-Atatah und Silvia Kocher.
  • Amalia Humer, 1905 in Grieskirchen geboren, arbeitete in der Finanzkasse Grieskirchen, dem heutigen Bezirksgericht. Sie fand auf den Stufen der Finanzkasse ein kleines Mädchen liegen, nahm es zu sich und rettete somit das Leben der kleinen Wanda. Das Mädchen ging nach dem Krieg mit ihrer Familie nach Polen zurück. Künstlerisch dargestellt von den Schülerinnen des BORG Grieskirchen der 7. Klasse bildnerische Erziehung unter Leitung von Georg Breinesberger.
  • Elfie Semotan, 1941 in Wels geboren,  lebte in ihrer Kinder und Jugendzeit unter anderem bei ihrem Vater in Haag am Hausruck. Sie arbeitete früher als Model und ist heute als Fotografin von Weltruhm bekannt. Das Kunstwerk ist ein Selbstportrait – entstanden im Jahr 2000 in New York.

"Sie haben mitunter auch gegen Ungerechtigkeiten und gegen Unterdrückung gekämpft, haben Stärke bewiesen, haben sich für Rechte eingesetzt und haben die Gesellschaft und die Wissenschaft bereichert. Diese Starken Persönlichkeiten dieser Frauen, deren Denkmäler wir heute noch zu sehen bekommen die können und sollen uns inspirieren, sollen uns Mut machen auch eigene Ziele zu verfolgen und zu erreichen"

, sagt Grieskirchens Bürgermeisterin Maria Pachner.

Den Bericht zu den Feierlichkeiten der Eferdinger Soroptimistinnen finden Sie hier:

Eferdinger Soroptimistinnen setzen ein Zeichen gegen Gewalt


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