„Abends immer zusperren“

Jugendliche gestanden mindestens zwölf Sachbeschädigungen in Peuerbach und Steegen im April und Mai.
  • Jugendliche gestanden mindestens zwölf Sachbeschädigungen in Peuerbach und Steegen im April und Mai.
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  • hochgeladen von Bernadette Aichinger

BEZIRK. Polizisten aus Peuerbach gelang es, mindestens zwölf Sachbeschädigungen zu klären. Zwei 17-jährige Burschen stehen im Verdacht, heuer im Zeitraum zwischen April und Ende Mai in Peuerbach und Steegen Vandalismusakte begangen zu haben. Sie zeigen sich geständig. Der Sachschaden beträgt rund 3000 Euro. „Insgesamt wurden seit Jahresbeginn im gesamten Bezirk Grieskirchen 40 Fälle von Sachbeschädigungen angezeigt. Es handelt sich dabei neben Kfz-Beschädigungen unter anderem um kaputte Straßenlaternen, Schäden an Mistkübeln und verwüstete Blumentröge“, erkärt Bezirkspolizeikommandant Christian Stemmer. Die Zahl dieser Sachbeschädigungen liege im Vergleich zu den Vorjahren im Durchschnitt. Zur Klärung dieser Taten seien meist Hinweise aus der Bevölkerung notwendig: „Wird jemand als Täter ausgeforscht, dann folgt eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Er muss den Schaden wieder gutmachen, und es droht ihm eine gerichtliche Verurteilung“, berichtet Stemmer.

„In der Theorie unglücklich“
Beim großen Bezirksmusikfest in Grieskirchen gab es am Wochenende keinerlei Zwischenfälle: „Bei solchen Veranstaltungen sind die Securities ungemein stark. Es schreckt mich eher, dass diese Vorkehrungen inzwischen zum Standard gehören – denn diese Auflagen stellen Festveranstalter vor finanzielle Schwierigkeiten“, erklärt ÖVP-Bezirksparteiobmann Peter Oberlehner. Er nahm kürzlich mit zahlreichen Vertretern aus dem Bezirk an einer Sicherheitskonferenz teil. „Die Schließung der Polizeiinspektionen in Waizenkirchen und Gaspoltshofen hat eine Diskussion über die Sicherheit ausgelöst. Dieses Thema ist sehr emotional besetzt. Fakt ist aber, dass die Polizei in der gleichen Stärke im Bezirk vorhanden ist wie vor der Schließung dieser zwei Posten“, erklärt Oberlehner. Dennoch sei das subjekte Sicherheitsgefühl bei manchen in der Bevölkerung gesunken: „Mir kommt es so vor, als wären manche sozusagen in der Theorie unglücklich, obwohl es in der Praxis gar keinen Grund dazu gibt.“ Wichtig sei aber, dass jeder auch selbst Sicherheitsvorkehrungen treffe und abends die Haustür und das Garagentor zusperre: „Im ländlichen Raum wird das ja oft nicht so genau genommen.“

Umfrage: Welche Probleme bereitet Vandalismus?

„In unser Freibad wurde vor Kurzem in der Nacht eingebrochen. Dabei sind Schäden und Verunreinigungen entstanden. Das ist natürlich sehr bedauerlich und ärgerlich. Hinweise auf die Täter gibt es nicht. Wir können nicht alles absichern und wollen ja auch keine Kameras aufstellen – das ist nicht unser Zugang. In der Innenstadt ist es derzeit zum Glück ruhig.”
Vizebürgermeisterin Jutta Kepplinger, EF

„Mit dem Vandalismus ist es immer ein Auf und Ab. In letzter Zeit war es zum Glück ruhig. Leider kommt es vor, dass Jugendliche beim nächtlichen Fortgehen ihrem Übermut freien Lauf lassen und mit ihrer überschüssigen Energie etwas anstellen. Ich bin froh, dass die Polizei nun wieder Täter ausforschen konnte, denen man jetzt erklären kann, dass das ein
Blödsinn ist.“
Bgm. Wolfgang Oberlehner, Peuerbach

„Die Betonmauer des neuen Schulzentrums wurde kürzlich wieder mit neuen Graffiti beschmiert. Bei der Polizei wurde daher Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Vor längerer Zeit gab es Probleme in der Innenstadt, weil mehrfach die Pflanzen aus den Blumentrögen herausgerissen wurden. Die Übeltäter konnten Gott sei Dank ausgeforscht werden.“
Bgm. Maria Pachner, Grieskirchen

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