Bezirksverkehrskonzept: „Von Effizienz weit entfernt“

Wolfgang Degeneve (Waizenkirchen), Manfred Mühlböck (St. Agatha), Maria Pachner (Grieskirchen), Franz Kieslinger (Wallern), Gisela Mayr (Tollet), Josef Ruschak (Natternbach).
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  • Wolfgang Degeneve (Waizenkirchen), Manfred Mühlböck (St. Agatha), Maria Pachner (Grieskirchen), Franz Kieslinger (Wallern), Gisela Mayr (Tollet), Josef Ruschak (Natternbach).
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BEZIRK. Sechs VP-Bürgermeister sind mit ihrer Geduld am Ende. Sie fordern Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SP) auf, sich umgehend mit den Beschwerden über das neue Bezirksverkehrskonzept auseinanderzusetzen und Lösungen anzubieten. Auf den für 19. August angesetzten Runden Tisch mit Entholzer wollen sie nicht warten: „Solange sich nichts ändert, weigere ich mich, die Verkehrsbeiträge zu zahlen. Was hat Waizenkirchen davon, wenn es mehr Buslinien gibt, aber die Fahrpläne patschert und umständlich sind?“, fragt sich Bürgermeister Wolfgang Degeneve. Bis zur Umstellung auf das neue Konzept im April gab es von Waizenkirchen nach Wels „eine perfekte Direktverbindung“. „Nun muss man die Lilo zum Bahnhof nach Prambachkirchen nehmen und von dort mit dem Bus weiterfahren. Wenn die Lilo ein paar Minuten Verspätung hat, ist der Bus weg, und die Lehrlinge kommen zu spät in die Arbeit“, klagt Degeneve.

50 statt 20 Minuten Fahrzeit
„Man braucht drei Fahrpläne um eine Verbindung von Wallern nach Wels zu finden. Früher war man 20 Minuten im Bus unterwegs, jetzt braucht man rund 50 Minuten. Das ist derart unattraktiv, dass sich kaum jemand in den Bus setzt“, sagt Bürgermeister Franz Kieslinger.
Der Unmut ist auch in St. Agatha groß. Vizebürgermeister Manfred Mühlböck: „Die Schüler mussten bis zu eineinhalb Stunden auf den Bus warten. Daher wurde ein Notfallplan eingesetzt und ein privates Schulbusunternehmen engagiert. Von Effizienz ist man da weit entfernt.“ Viele Leerfahrten werden in Natternbach beklagt: „Weil die Pendler der Firma Pöttinger in Grieskirchen zu Fuß bis zum Bahnhof gehen müssen, um in den Bus einzusteigen, gründen sie lieber private Fahrgemeinschaften“, weiß Bürgermeister Josef Ruschak. In Grieskirchen und Tollet ärgern sich die Bürgermeisterinnen vor allem über schlechte Verbindungen für Schüler: „Die Haltestelle vor der Volksschule wurde einfach geschlossen. Das bringt den Schulstandort in Gefahr“, fürchtet Stadtchefin Maria Pachner. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Busse im Kriechtempo durch den Bezirk fahren. Weil sie ohne Fahrgäste unterwegs sind, versuchen sie die fehlenden Ein- und Ausstiegszeiten durch langsames Tempo zu kompensieren, um die Fahrpläne einhalten zu können.

„Konstruktiv und gemeinsam“

Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SP) verweist auf den Runden Tisch am 19. August und betont: „Beim regionalen Verkehrskonzept wurde mehr als eine Million Kilometer Busverkehr zur Ausschreibung gebracht und eine deutliche Erweiterung des öffentlichen Verkehrsangebots in der Region bewirkt. Natürlich nehme ich die Kritik über noch vorhandenen Verbesserungsbedarf ernst. Gerade deswegen habe ich am 19. August zum Runden Tisch geladen. Ich halte es für besser, konstruktiv und gemeinsam zu arbeiten, anstatt sich vereinzelte Kritikpunkte über die Medien auszurichten. Beim Runden Tisch werden alle Punkte aufgenommen und behandelt – einer zeitgerechten Lösung bis zum Schulstart steht aus Sicht der Verkehrsplanung nichts im Wege.“

Wolfgang Degeneve (Waizenkirchen), Manfred Mühlböck (St. Agatha), Maria Pachner (Grieskirchen), Franz Kieslinger (Wallern), Gisela Mayr (Tollet), Josef Ruschak (Natternbach).
Eltern von Schülern des Gymnasiums Dachsberg sehen sich gezwungen, ihre Kinder mit dem Privatauto abzuholen, weil es keine zumutbaren Busverbindungen mehr gibt.

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