Raser-Kultur in Grieskirchen
"Die Raser sind mir ein Dorn im Auge"

Schwerpunktaktionen der Polizei sollen die Raser-Situation in Grieskirchen verbessern. (Symbolbild)
  • Schwerpunktaktionen der Polizei sollen die Raser-Situation in Grieskirchen verbessern. (Symbolbild)
  • Foto: Ewald Froech/Fotolia
  • hochgeladen von Florian Meingast

Aufheulende Motoren, quietschende Reifen und knallende Auspuffanlagen: Grieskirchens Vizebürgermeister und Obmann des Verkehrsausschusses Franz Pointinger (FP) sind die Raser im Ort "ein Dorn im Auge".

GRIESKIRCHEN. Nach einer Aussendung rasen sie vor allem nachts mit ihren Autos mit überhöhter Geschwindigkeit durch das Stadtzentrum. "Außerdem treffen sie sich oft auf Parkplätzen. Hotspots sind zum Beispiel der Schul-, Bahnhof- und Badparkplatz", sagt Pointinger. Für Grieskirchens Bürgermeisterin Maria Pachner (VP) sind diese Parkplätze oft auch die Startpunkte für die "Runden" der Raser. "Oft ziehen sie ihre Runden dann über die B137, durch St. Georgen – hier ist übrigens die Pink-Tankstelle ein beliebter Raser-Treffpunkt – und wieder zurück", sagt sie.

Besser gegen Raser vorgehen

Um künftig besser gegen die Raser vorgehen zu können, trafen sich kürzlich unter anderem Mitglieder der Stadtpolitik und Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft sowie Polizei zu einem runden Tisch. Dabei sprachen sie unter anderem über die vier bestehenden Standorte der Radarstationen (B137, Jörgerstraße/Bad, Parzerstraße und in der Nähe des Altstoffsammelzentrums).

"Dazu soll künftig ein fünftes Radar kommen. Dafür kommen aktuell drei Standorte in Frage. Um den optimalen zu finden, werden derzeit verdeckte Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Nach der Auswertung entscheidet sich dann, wo das Radar genau hinkommt", sagt Pointinger.
Zudem haben die Verantwortlichen der Polizei während des runden Tisches zugesichert, die Hotspots noch stärker zu überwachen. Passieren soll das zum Beispiel mit mehr Zivilstreifen und Schwerpunktaktionen.

Sehr gut vernetzt

Da die Mitglieder der Szene nach den beiden Politikern jedoch gut vernetzt sind, wird die vermehrte Polizeipräsenz schnell die Runde machen. "Da kann es passieren, dass sich die Raser schon davon gemacht haben, bevor die Polizei überhaupt am Treffpunkt eingetroffen ist", sagt Pachner. Für den stellvertretenden Bezirkspolizeikommandanten Gerhard Groisshammer hat dieses Phänomen aber auch etwas Positives: "Sobald sich die Schwerpunktaktionen nämlich herumsprechen sind auf den Straßen weniger Raser unterwegs. Dadurch passieren auch weniger Unfälle."

Viel zu schnell unterwegs

Ein ausschlaggebendes Ereignis für diese Maßnahmen war nach Pachner ein Unfall, der sich vor einiger Zeit in der Grieskirchner Bahnhofstraße ereignete. "Damals krachten zwei Raser mit ihren Autos in der Nähe des Lagerhauses in einen Trafo. Sie waren viel zu schnell unterwegs und erwischten die Kurve nicht mehr. Dabei wurde auch unbeteiligter Fahrzeuglenker leicht verletzt", sagt die Bürgermeisterin. Spätestens nach diesem Unfall war für die Bürgermeisterin klar, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gibt. "Gemeinsam ist es uns ein Anliegen den Bürgern zu zeigen, dass wir etwas gegen die Raser unternehmen. Dafür arbeiten alle Beteiligten eng zusammen", sagt sie.

"Tuning ist ein Hobby"

Pointinger unterscheidet übrigens zwischen Rasern und "Tunern". "Das 'Tunen' oder 'Frisieren' von Fahrzeugen ist ein Hobby. Vorausgesetzt natürlich, dass alle Umbauten im Rahmen und eingetragen sind. Mir sind die Raser ein Dorn im Auge. Für ihr Verhalten gibt es kein Pardon", sagt Pointinger.


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