digiTNMS
Digitales im Unterricht, aber als Ergänzung

An der "digiTNMS" Peuerbach kommen auch Tablets zum Einsatz. Aber: Als Ergänzung, wie Schulleiter Hermann Waltenberger betont.
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  • An der "digiTNMS" Peuerbach kommen auch Tablets zum Einsatz. Aber: Als Ergänzung, wie Schulleiter Hermann Waltenberger betont.
  • Foto: Waltenberger/SMS Peuerbach
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Seit 2020 tragen einige Schulen in der Region das Gütesiegel "digiTNMS": Sie haben digitale Geräte bereits erfolgreich in Unterricht integriert. Die BezirksRundschau hat nachgefragt, wie der Unterricht mit PC, Tablet und Co. verläuft, wo die Gefahren und Grenzen liegen.

BEZIRKE GRIESKIRCHEN, EFERDING. Bis 2023 will die Bundesregierung den "Masterplan Digitalisierung" umsetzen. Er beinhaltet die Ausstattung der Schulen mit Hard- und Software sowie die Weiterbildung der Lehrenden in Sachen Digitalisierung. 2024 soll digitales Lernen in allen Schulen gut verankert sein. Mit den neuen Medien setzen sich die "digiTNMS" schon längst auseinander. "Wir waren relativ gut auf das Distance-Learning gerüstet. An der Schule haben wir seit vielen Jahren einen internen Schwerpunkt, der sich auf EDV konzentriert, und sind mit Laptops und Tablets ausgestattet“, erklärt Alfred Hehenberger, Direktor der MS Waizenkirchen. Seine Schule erhielt – wie auch die Mittelschulen in Gaspoltshofen, St. Agatha, Peuerbach und Haag – 2020 das Zertifikat "digiTNMS".

Digitales in der Praxis

Wie sieht der Unterricht damit aus? Die MMS Haag ist mit 35 PCs und 16 Laptops ausgestattet. "Der Einsatz dieser Geräte erfolgt zweckorientiert in den einzelnen Gegenständen“, erklärt Informatiklehrer Josef Weidenholzer. Den Haager Schülern wird vermittelt, kreativ und produktiv mit den Geräten umzugehen. Im Klartext: "So kann man ihnen etwa das Recherchieren von interessanten Inhalten, die Produktion von Videos oder den Umgang mit Lern-Apps vermitteln. Auch im späteren Berufsleben werden sie viele dieser Kompetenzen brauchen“, erläutert Informatiklehrerin Teresa Pöttinger.

An der Mittelschule in Peuerbach kommen Tablets in allen Unterrichtsfächern zum Einsatz. Die Klassen 1a und 2a sind derzeit mit eigenen Tablets ausgestattet. Die restlichen Klassen haben Schultablets. "Tablets werden dort eingesetzt, wo Schulbuch und Heft nicht mitkönnen. Es ist eine Erweiterung im Unterricht, als zusätzliches Mittel", sagt Direktor Hermann Waltenberger.

Auch die Mittelschule Waizenkirchen trägt das Zertifikat "digiTNMS". Dort kommen wird in den PC-Räumen gearbeitet, zudem kommt auch ein Rollkoffer mit Tablets zum Einsatz.
  • Auch die Mittelschule Waizenkirchen trägt das Zertifikat "digiTNMS". Dort kommen wird in den PC-Räumen gearbeitet, zudem kommt auch ein Rollkoffer mit Tablets zum Einsatz.
  • Foto: Hehenberger/MS Waizenkirchen
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An der MS Waizenkirchen steht ein Rollkoffer mit Tablets zur Verfügung. Schüler können damit bei Bedarf zu den Geräten greifen: "Dabei kommt es auf die einzelnen Lernsituationen an. Bei Arbeitsaufträgen benötigen etwa zwei Drittel der Klasse das Tablet, das andere Drittel noch nicht. Wir haben auch sogenannte Visualiser, mit dem der Lehrer etwa seinen Tabletbildschirm für die gesamte Klasse an die Wand projiziert. Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten, die Geräte einzusetzen", erläutert Hehenberger.

Grenzen von PC und Co

Also ab sofort nur noch Computer? Nein, betont Waltenberger: "Den Fokus nur noch auf das Tablet und alles digital – das wollen wir überhaupt nicht. Wir wollen die Geräte als zusätzliche Erweiterung nutzen. Es geht hierbei um Methodenvielfalt." Ähnlich sieht es sein Berufskollege Hehenberger in Waizenkirchen: "Man darf den sozialen Faktor nicht übersehen. Kinder brauchen auch die sozialen Kontakte in der Schule. Die Digitalisierung wird den Präsenzunterricht nie ersetzen können."

Gefahren erkennen

Ein wichtiges Thema an den Schulen sind genauso die Gefahren im Internet. Sie reichen von Phishing über Cybermobbing bis zu Inhalten, die nicht für Kinder geeignet sind. „So werden die Kinder angehalten, beim Recherchieren im Internet immer mehrere Quellen zum verlässlichen Datenabgleich zu suchen, niemals private Daten an nicht vertrauenswürdige Webseiten weiterzugeben und die Privatsphäre anderer zu respektieren und die eigene zu schützen“, betont Weidenholzer von der MMS Haag. Das bestätigt Hehenberger: "Schüler dürfen nicht glauben, dass sie im Internet und am Handy anonym unterwegs sind. Ihnen muss bewusst gemacht werden, dass Menschen ‚gläsern‘ geworden sind."

Weiterführende Links

MS St. Agatha erhielt Zertifikat "expert +"


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