Schulsysteme
Eine Eferdinger Forscherin

Julia Zuber

Julia Zuber aus Eferding beschäftigt sich mit Forschungen zum Schulsystem. Zu ihrem Gebiet zählt unter anderem das Belastungserleben von Lehrkräften.

BEZIRK EFERDING. Julia Zuber, Jahrgang 1982, lebt in Eferding und ist in der Schulforschung tätig. Sie beschäftigt sich zum Beispiel damit, wie sich starke Veränderungen im Schulsystem auf die psychische und physische Gesundheit der Lehrkräfte auswirkt. "Besonders relevant ist das Belastungserleben von Lehrkräften bei der Umsetzung von Schulreformen. Im österreichischen Schulsystem geschehen jedes Jahr mehrere Veränderungen. Dabei wird von den Lehrkräften und Schulleitungen erwartet, diese Veränderungen mitzutragen. Einige diese Veränderungen in den letzten Jahren waren sehr umfangreich und verlangten eine starke Veränderung der schulischen Arbeit wie verändertes Unterrichten, stärkere externe Überprüfung der Schülerleistung, Einführung der Neuen Mittelschulen oder Veränderungen in der Benotung." Eine der wesentlichsten Umstellungen im Schulsystem in den vergangenen Jahren ist eine Analyse der Schülerleistungen. Anhand dieser wird festgestellt, wie gut das System funktioniert und wo Verbesserungen notwendig sind. Laut Zuber kann sich dies belastend auf die Lehrkräfte auswirken: "Ein Beispiel für die neue Steuerung im österreichischen Schulsystem sind die Einführung von Bildungsstandards oder die Schulinspektionen." Reformen dieser Art sind an manchen Schulstandorten die am stärksten belastenden Aufgaben für Lehrkräfte.

Sitzenbleiben und Notengebung

Die Regierung in Österreich veranlasste im Jahr 2018 eine Änderung der Notengebung, das Wiedereinführen des Sitzenbleibens in der Volksschule sowie Leistungsgruppen in den Neuen Mittelschulen. "In den Volksschulen war es bis jetzt möglich, Kinder bis zur dritten Klasse verbal zu beurteilen, ohne Ziffernnoten. In Zukunft soll es ab der zweiten Klasse Volksschule wieder verpflichtend Ziffernnoten geben, ergänzend erfolgt auch eine verbale Beurteilung", schildert Zuber. Auch in der Neuen Mittelschule (beziehungsweise in Zukunft nur noch „Mittelschule“) wird es eine neue Notenskala geben: Die aktuell siebenstufige Notenskala soll durch die klassische fünfteilige Skala ersetzt werden. Was die Bezirke Grieskirchen und Eferding angeht, weiß Zuber: "Viele österreichische Städte, größere Bezirke sowie Eferding und Grieskirchen stehen vor großen Herausforderungen: Der Großteil der Schüler strebt nach der Volksschule in die AHS. Die Neuen Mittelschulen entwickeln sich zusehends zu sogenannten Restschulen. Ein Großteil der Kinder dort, vor allem in Städten, hat Deutsch nicht als Muttersprache." Zuber ist stets bemüht, aktuelle Entwicklungen in Eferding, besonders im schulischen Bereich, mitzuverfolgen.

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