OÖ Hilfswerk
"Es braucht einen Pflege-daheim-Bonus"

"Pflege daheim darf nicht schlechter gestellt sein als die Pflege in einem Heim", sagt Wolfgang Hattmannsdorfer, Obmann des OÖ Hilfswerk.
  • "Pflege daheim darf nicht schlechter gestellt sein als die Pflege in einem Heim", sagt Wolfgang Hattmannsdorfer, Obmann des OÖ Hilfswerk.
  • Foto: OÖ Hilfswerk
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Der Großteil der Pflege passiert in den eigenen vier Wänden. Das OÖ Hilfswerk fordert deshalb Entlastung für pflegende Angehörige.

BEZIRKE EFERDING, GRIESKIRCHEN. „Die Pflegethematik wird auch in Eferding und Grieskirchen immer wichtiger“, berichtet Wolfgang Hattmannsdorfer, Obmann des OÖ Hilfswerk. „Aktuell haben über 1.900 Menschen im Bezirk Eferding und 4.200 in Grieskirchen einen Pflegebedarf. Das Land OÖ rechnet damit, dass sich dieser Wert innerhalb der nächsten 20 Jahren auf über 2.900 in Eferding und 6.200 in Grieskirchen erhöhen wird“.

Pflege spielt große Rolle

So spielt laut dem jüngsten Pflegemonitor des OÖ Hilfswerk die Pflege Angehöriger für 65 Prozent der Hausruckviertel eine große beziehungsweise mittelmäßige Rolle. „Das Pflegethema zählt schon heute zu den größten Herausforderungen unserer Generation. Umso wichtiger ist es, dass die Verbesserung der Pflege ganz oben auf der Tagesordnung der politischen Entscheidungsträger ist,“ so Hattmannsdorfer. Der Großteil der Pflege passiert in den eigenen vier Wänden: 245 von 1.900 Menschen mit Pflegebedarf im Bezirk Eferding werden in Alten- und Pflegeheimen betreut. Im Bezirk Grieskirchen sind es 647 von 4.200 Personen. Der Rest wird meist von Angehörigen oder Angeboten wie mobilen Diensten gepflegt. Im Hausruckviertel geben 28 Prozent der Einwohner an, selbst einen Pflegefall in der eigenen Familie zu haben.

"Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, es braucht eine spürbare Entlastung für pflegende Angehörige. Pflege daheim darf nicht schlechter gestellt sein als die Pflege in einem Heim. Es braucht daher einen Pflege-Daheim-Bonus, um die Pflege daheim zu honorieren und Angehörige zu entlasten. Darüber hinaus sollen durch einen Ausbau der Tagesbetreuung Menschen tagsüber in einer Pflegeeinrichtung betreut werden, aber dennoch zuhause wohnen und durch Angehörige mitbetreut werden können“,

so Hattmansdorfer.

Breites Angebot gefordert

Am wichtigsten ist den Menschen im Hausruck, im Alter jemanden in der Nähe zu haben, mit dem man täglich reden kann (79 Prozent). 66 Prozent möchten den Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen zu können. Gleichzeitig wünschen sich zwei von drei Befragten, im Bedarfsfall in ein Seniorenheim aufgenommen zu werden (68 Prozent). Hattmansdorfer betont dabei die Wichtigkeit eines breiten Angebots in Sachen Pflege und Wahlmöglichkeiten für Ältere.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen