FF Grieskirchen
"Feuerwehr immer noch mit 'U' und nicht mit 'I'"

Auch einen KFZ-Brand mussten die Kameraden der FF Grieskirchen an den Feiertagen bewältigen.
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  • Auch einen KFZ-Brand mussten die Kameraden der FF Grieskirchen an den Feiertagen bewältigen.
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Gleich siebenmal heulten die Sirenen im Grieskirchner Stadtgebiet im Zeitraum von 23. bis 27. Dezember 2019. Um im neuen Jahr 2020 auf alle Situationen bestens gerüstet zu sein, setzt die FF Grieskirchen auf eine geballte Schulungszeit.

GRIESKIRCHEN (jmi). "Ich bin seit fast 40 Jahren bei der Feuerwehr. Aber so eine Dichte an Einsätzen um Weihnachten hab ich noch nicht erlebt", erklärt Erwin Hangl, Kommandant der FF Grieskirchen. Gleich siebenmal heulten die Sirenen im Grieskirchner Stadtgebiet im Zeitraum von 23. bis 27. Dezember und schickten die Einsatzkräfte der FF Grieskirchen zu den unterschiedlichsten Einsätzen.

Vom Verkehrsunfall bis zum Brand

Der 23. Dezember führte die Kamerden zu einem vermeintlichen Brand in der Mälzerei gefolgt von einem Brandmeldealarm in der Manglburg. Nachdem am Heiligen Abend rund 50 Mitglieder das Friedenslicht an die Haushalte verteilt hatten, forderten die Kameraden aus Gallspach die FF Grieskirchen zur Unterstützung bei einem Wohnhausbrand an. Der erste Weihnachtstag bescherte eine längere Ölspur durch das Stadtgebiet, welche mit erheblichen Personalaufwand gebunden werden musste. Der Stefanietag hielt einen größeren KFZ-Brand in Gebäudenähe bereit, zu dem insgesamt sieben Feuerwehren im Umkreis von Taufkirchen gerufen wurden. Am darauffolgenden Tag wurden noch eine weitere Personenrettung aus einem Lift sowie ein Verkehrsunfall bewältigt.

In der Silvesternacht musste noch eine brennende Feuerwerksbatterie Nähe Bahnhof abgelöscht werden. "Manche Einsätze sind ein bisschen ärgerlich, da sie schnell von den Leuten selbst bereinigt hätten werden können. Stattdessen ruft man einfach an und holt die Feuerwehrkameraden am Feiertagsabend von ihren Familien weg. Aber natürlich, wenn die Feuerwehr gerufen wird, kommen wir auch", so Hangl.

Schulungen für jede Situation

Im neuen Jahr steht bei der FF Grieskirchen vor allem intensive Schulungszeit an. "Jeder geht davon aus, dass die Feuerwehr kommt und weiß, was zu tun ist. Aber dieses Wissen muss auch woher kommen. Im Ernstfall müssen die Handgriffe sitzen, ohne groß zu überlegen", so Hangl. Ausbildung für die Führungskräfte, die Jugend oder die Mannschaft sowie Schulungen mit Bezirksstützfahrzeugen stehen am Programm. Aber auch spezielle Themen stehen am Plan: Die Feuerwehr wurde kürzlich in den Bereich Schlangen und andere Reptilien eingewiesen. Demnächst geht es auch zur Schulung über Elektrofahrzeuge und -brände. "Hier kommen Experten immer wieder zu neuen Erkenntnissen. Bei dem Thema muss man absolut dranbleiben", ist der Feuerwehrchef überzeugt.

Prioritäten: Keine "Feier-wehr"

Was viele vergessen: Als freiwillige Organisation finden Fort- und Ausbildungen für die Kameraden in der Freizeit statt. Gestrafft müssen im Notfall dann andere Bereiche – wie dieses Jahr der Feuerwehrfasching in der Bezirkshauptstadt. "Man muss Prioritäten setzen. Die 'Feuerwehr' schreibt man immer noch mit 'U' und nicht mit 'I' – also keiner 'Feier-wehr'. Aber im nächsten Jahr werden wir zum Fasching bestimmt wieder etwas machen", so Hangl.

Autor:

Julia Mittermayr aus Grieskirchen & Eferding

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