Gleichberechtigung
Frauen verdienen im Hausruck bis zu 25 Prozent weniger

Thomas Antlinger, Jutta Kepplinger, Gabriele Heinisch-Hosek, Eva Brandner und Christian Penn (v. l.).
  • Thomas Antlinger, Jutta Kepplinger, Gabriele Heinisch-Hosek, Eva Brandner und Christian Penn (v. l.).
  • Foto: Mittermayr/BRS
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

In Oberösterreich arbeiten Frauen ab den 6. Oktober gratis – in den Bezirken Eferding und Grieskirchen sogar noch früher. 

EFERDING (jmi). Der Equal Pay Day fällt heuer in Oberösterreich auf den 6. Oktober. Das bedeutet: Ab diesem Tag bis zum Jahresende arbeiten Frauen statistisch gesehen gratis. Demnach verdienen sie für die gleiche Arbeit im Schnitt 23,8 Prozent weniger als Männer. Aus diesem Grund besuchte die Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ Gabriele Heinisch-Hosek die Bezirkshauptstadt Eferding. Dort fällt der Equal Pay Day auf den 4. Oktober, Frauen verdienen 24,2 Prozent weniger. Woran liegt's? Einerseits an der Lohnschere, sagt Heinisch-Hosek: "Einer der Gründe dafür ist: In Österreich wird nicht über Geld gesprochen. Ein Vorreiter ist hier Island. Dort zahlen Unternehmen, die ungleich zahlen, eine Strafe."

Betreuung leistbar machen

Ein weiteres Problem ist die Kinderbetreuung, die laut Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer zwar in einigen Gemeinden gut ausgebaut ist, in anderen aber noch Nachholbedarf hat. "In den vergangenen zehn Jahren wurde die Kinderbetreuung in Eferding massiv ausgebaut. Durch den Zuzug in den vier Gemeinden Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping kommen wir schon wieder an die Grenze und werden uns daher einen neuen Standort für den Kindergarten überlegen. Wichtig ist vorausschauen und vorausplanen. So kann man garantieren, dass Frauen wieder in den Beruf einsteigen", ist SP-Vizebürgermeisterin Jutta Kepplinger überzeugt. Besonders Alleinerzieher würden hier Nachteile haben: Etwa wenn private, ganztägige Kinderbetreuung nicht leistbar sei. Eine Vollzeitstelle wäre damit nicht zu bewältigen. Heinisch-Hosek betont: "Unsere Forderung ist, dass die Landesregierung und die Landesräte Geld in die Kinderbetreuung investieren. Für die Zukunft muss auch überlegt werden, welche Modelle der Beschäftigung es geben soll. Wichtig ist hier auch, dass Frauen selbst die Entscheidung treffen sollen, wie die Kinderbetreuung sein soll." Daher ist ein Anliegen der SPÖ-Damen der Rechtsanspruch von Kinderbetreuungsplätzen ab dem ersten Lebensjahr.

Weiteres Thema ist Teilzeitarbeit im Hinblick auf die Pension. "Hier muss man vor allem aufpassen, nicht in Altersarmut zu rutschen. Diese trifft vor allem Frauen", warnt SP-Bürgermeisterkandidat Christian Penn. Wichtig sei hier vor allem darüber zu informieren. Das gilt ebenso, wenn es um Gehaltsverhandlungen bei Bewerbungsgesprächen geht. Einen Überblick, welches Gehalt in welchen Branchen üblicherweise gilt, finden Sie hier.

Zur Sache: Equal Pay Day

Der Equal Pay Day zeigt, ab welchem Tag Frauen bis zum Jahresende statistisch gesehen gratis arbeiten. Heuer fällt dieser Tag in Österreich auf den 22. Oktober, Frauen verdienen daher im Schnitt 19,3 Prozent weniger als Männer.

Die Stichtage für die Region:

  • Bezirk Grieskirchen: 1. Oktober, 25 Prozent weniger Verdienst
  • Bezirk Eferding: 4. Oktober, 24,2 Prozent weniger Verdienst
  • OÖ: 6. Oktober, 23,8 Prozent weniger Verdienst. Im Landesvergleich schneidet nur Vorarlberg mit Stichtag am 24. September schlechter ab.

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