NS-Bewältigung in Peuerbach
Glastafel wird erneuert, Kommission prüft weitere Namen

Die Glastafel am Friedhof wird erneuert. Seit Herbst 2020 ist der Name von NS-Verbrecher Ferdinand Sammern-Frankenegg überklebt.
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  • Die Glastafel am Friedhof wird erneuert. Seit Herbst 2020 ist der Name von NS-Verbrecher Ferdinand Sammern-Frankenegg überklebt.
  • Foto: Mittermayr/BRS
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Name von SS-Offizier Ferdinand Sammern-Frankenegg endgültig tilgen: Glastafel am Friedhof Peuerbach wird ausgetauscht. Neue Kommission prüft zudem restliche Namen auf NS-Vergangenheit.

PEUERBACH (jmi). Die Glastafel am Peuerbacher Friedhof war in den vergangenen Wochen in den Fokus gerückt. Grund: Diese weist den Namen des SS-Offiziers Ferdinand Sammern-Frankenegg auf. Er war für die Deportation von rund 300.000 Bewohnern des Warschauer Ghettos verantwortlich. Sammern-Frankeneggs Name wurde nach Kritik des Mauthausen Komitees Österreich und des OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus im Herbst 2020 provisorisch überklebt.

Nun soll der Name auf der Tafel endgültig getilgt werden. Eine Kommission - bestehend aus Wilhelm Achleitner, langjähriger Leiter des diözesanen Bildungshauses Puchberg, und zwei weiteren Personen - nimmt sich der Sache an. Bürgermeister Wolfgang Oberlehner erklärt auf Nachfrage der BezirksRundschau: "Wir können das nicht so stehen lassen. Ich habe hier einige Male mit Wilhelm Achleitner gesprochen, wie man die Sache angehen soll. Es müssen Personen sein, die sich mit der Thematik beschäftigen und die sich auskennen, wie man mit Denkmälern und Erinnerungen umgeht."

Weitere Namen prüfen

Robert Eiter, Sprecher des OÖ Netzwerks gegen Rassismus, erläutert die Aufgaben der Kommission: "Diese soll die gesicherten Fakten über den SS-Massenmörder festhalten, für das städtische Informationsblatt einen Artikel verfassen, sowie überprüfen, ob auf dem Kriegerdenkmal von Peuerbach noch weitere NS-Belastete geehrt werden." Die Glastafel wird ohne den Namen von Sammern-Frankenegg erneuert. 

Geplant ist zudem beim Totengedenken beim "Friedensdenkmal" am 31. Oktober das Thema aufzugreifen. "Es geht darum, zu berichten und zu erklären", so Oberlehner.

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