Defibrillatoren im Hausruck
Lebensretter: wo sie bereitstehen

"Man kann eigentlich nichts falsch machen", erklärt der Grieskirchner Notfallsanitäter Johann Leitner.
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  • "Man kann eigentlich nichts falsch machen", erklärt der Grieskirchner Notfallsanitäter Johann Leitner.
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Im Ernstfall stehen in den beiden Bezirken Grieskirchen und Eferding rund 80 Defibrillatoren zur Lebensrettung bereit. Wir sagen Ihnen, wo.

GRIESKIRCHEN, EFERDING (jmi). "Nehmen Sie die Hände weg!", mahnt das Gerät, das gerade eine Übungspuppe wiederzubeleben versucht. Neben ihr sitzt Johann Leitner, Dienstführender Notfallsanitäter beim Roten Kreuz Grieskirchen. "Bei einem richtigen Defibrillator würde jetzt ein Stromstoß in den Körper gelangen. Bei unseren Übungsgeräten geht es vor allem darum, sich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen auseinanderzusetzen", erklärt er. Und weiter geht's: Als Nächstes möchte der Übungsdefibrillator, dass wir mit den Händen auf die Brust pumpen – die Herzdruckmassage.

Keine falsche Scheu! "Man kann eigentlich nichts falsch machen. Der Defibrillator gibt alles vor, was zu machen ist – wann Strom abgegeben wird, wann es zur Herzdruckmassage geht, wann man die Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen muss", so Leitner. Einfache Handhabung im Ernstfall, aber: "Wie bei einem Feuerlöscher sollte man auch wissen, wie ein Defibrillator funktioniert", betont Bezirksrettungskommandant Josef Zauner.

Telefonzelle als Lebensretter

Das werden auch die Gemeindemitarbeiter in Bad Schallerbach demnächst lernen. Aus folgendem Grund: Seit Mitte Mai ist ein neuer Laiendefibrillator in einer Telefonzelle am Marktplatz einquartiert. Sie ersetzt den alten Standort in der Raiffeisenbank. „Wir wollten einen Defibrillator, der an zentraler Stelle ist und rund um die Uhr für jeden zugänglich ist. Um den besten Platz zu ermitteln, haben wir mit dem Roten Kreuz und der Post, die zuständig für die Telefonzellenstandorte ist, gesprochen. Natürlich kann es zu Beschädigungen oder Vandalismusaktionen kommen. Wir haben aber das Ziel, Menschenleben zu retten, diesem Risiko übergeordnet“, erklärt Bürgermeister Gerhard Baumgartner.

Wichtig: zentral zugänglich

Auf Nummer sicher möchte man trotzdem in St. Agatha gehen: Der Defibrillator ist dort im Gemeindeamt untergebracht. "Ich glaub', es gehört zur Grundausstattung einer Gemeinde, einen Defibrillator zentral zugänglich zu machen. Es kann schließlich immer etwas passieren. Was man auch immer bedenken muss: Man kann bei der Wiederbelebung nichts falsch machen. Das Schlimmste ist, gar nichts zu tun", ist Bürgermeister Manfred Mühlböck überzeugt. Erst im vergangenen Jahr kam der Defibrillator zum Einsatz, als bei der Agathenser Fußball-Ortsmeisterschaft ein junger Tormann eine Herzattacke erlitt.

Aktion "Herzsicherer Fußballplatz"

Apropos Fußball: Damit Defibrillatoren auch beim Sport in greifbarer Nähe sind, startet das Rote Kreuz OÖ nun die Aktion "Herzsicherer Fußballplatz". Hintergrund: Ende März brach ein 20-jähriger Fußballer während eines Spiels in Bad Leonfelden leblos am Platz zusammen. Ein Defibrillator leistete wertvolle Dienste. "Das ist auch der Grund, warum das Rote Kreuz OÖ an den Sportplätzen anstrebt, Defibrillatoren zu installieren", erklärt Zauner. Diese Aktion soll die derzeitige Anzahl von 1.600 Defibrillatoren in Oberösterreich um einiges auf-#+stocken.

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