Interview mit Flora Geißelbrecht
"Lieder, die nach Bitterschokolade oder Gurkensalat schmecken"

  • Foto: Camilla Geißelbrecht
  • hochgeladen von Anne Alber

Flora Geißlbrecht aus Eferding hat ihr Leben voll und ganz der Musik gewidmet. Woher die Liebe zur Musik kommt, wie sie Musik mit kulinarischen Schmankerln vergleicht und wo sie in Zukunft zu sehen ist, hat sie im Interview verraten.

EFERDING. Die 25-Jährige befasst sich umfassend mit Musik. Als Komponistin, Improvisatorin und Interpretin zeigt sie ihre vielen Facetten als Musikerin auf einer Vielzahl von Instrumenten wie Bratsche, Harfe oder auch mit ihrer Stimme. Derzeit studiert die Eferdingerin in Wien, davor hat sie bereits fünf Jahre lang in Graz studiert. In ihrem Masterstudium spazialisiert sie sich auf zeitgenössische Kunstmusik und engagiert sich in vieler Hinsicht in der österreichischen Musikszene.

Wie kam es zu deinem Interesse an klassischer Musik und seit wann spielst du auf Instrumenten?
In meiner Familie wurde immer viel musiziert. Nach der obligatorischen Blockflöte habe ich mit 6 Jahren begonnen, Geige zu lernen. Dann kamen nach und nach das Klavier, das Komponieren, die Bratsche und die Harfe dazu. So etwa alle 5 Jahre lernte ich etwas Neues - eigentlich wäre jetzt wieder der Zeitpunkt dafür.

Welche Ziele verfolgst du mit deiner Musik?
Ich verwende immer den Begriff der Magie - ich möchte die Zuhörenden die Magie des gemeinsamen Musizierens fühlen lassen, die ich selbst empfinde. Ich möchte sie mit magischen Klängen und Sounds in eine Welt entführen, die voller Überraschungen, verborgener Schätze, manchmal auch Gefahren ist. Ich stelle auch sehr gerne Vergleiche zwischen Musik und Kulinarik auf, weil ich sehr gerne koche (und esse): Wenn die Zuhörenden von meinen Kreationen überrascht und fasziniert sind, den vielen exotischen Gewürzen nachschmecken und etwas erlebt haben, das ihnen Neu war, dann habe ich mein Ziel erreicht.

Welche Projekte hast du derzeit am Laufen und was ist noch geplant?
Mit meinem intensivsten Projekt, dem Trio "Alpine Dweller", haben wir gerade unser Debüt-Album "Among Others" herausgebracht. Wir spielen eine sehr eigenständige Musik, die wir "Imaginäre Folklore" nennen, die himbeer-gurkig oder nach Bratapfel schmeckt und leuchtend und wellig ist wie ein Bild von Hundertwasser. Mit dem Ensemble "Saitenwanderer" spielen wir alles von Irish Folk, Wiener Liedern und Piazzolla bis hin zu Renaissance und Zeitgenössischer Musik. Das Duo "Milleflör" mit meiner Schwester Camilla ist im Entstehen, da schreiben wir gerade fleißig Lieder, die nach Bitterschokolade oder Gurkensalat schmecken, mit oft absurden, witzigen oder kritischen Texten. Als Solistin bin ich, wenn man so will, auch mein eigenes Projekt, und dafür möchte in nächster Zeit ebenfalls mehr Musik schreiben. Außerdem gibt es neuerdings das Duo "Mädel und Wiesel", wo wir viel Improvisieren und auch Performatives machen. Diese große Bandbreite ist mir sehr wichtig und lustig, so kann ich meine unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten am besten anwenden.

Welche Musik hörst du privat?
Im Allgemeinen habe ich keine besondere Leidenschaft dafür, Musik aus der Dose zu hören. Wirklich ankommen tut Musik bei mir nur, wenn ich sie live höre, und noch viel mehr, wenn ich sie spiele. Wenn ich zu Hause Musik höre, dann drehe ich entweder das Radio auf, um etwas Neues kennen zu lernen, oder ich leg mir CDs ein, die ich in Live-Konzerten gekauft habe. Momentan begeistert mich einiges, was vom Linzer Jazzinstitut musikalisch daherkommt, kürzlich hab ich Konstantin Wecker für mich entdeckt. In der Klassik finde ich Schubert toll, Georg Friedrich Haas und Debussy... aber auch hier gilt - das Spielen erfüllt mich viel mehr als das Zuhören.

Wo und wann kann man dich spielen sehen?
Am 24. Jänner spiele ich mit Alpine Dweller in der Ankerbrotfabrik in Wien, am 13. März mit Milleflör in Mikes Werkstatt. Das nächste schon feststehende Oberösterreich-Konzert wird mit der Geigerin "Margit extended" am 28. Mai im sonic lab in Linz sein.

Anzeige
Die LINZ AG ist weit über die Grenzen Österreichs hinaus ein Vorbild, wenn es um Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit, Kundenorientierung und Innovationskraft geht.
Video 3

Zukunft leben mit der LINZ AG

Die LINZ AG sorgt mit ihren umfassenden Dienstleistungen dafür, dass die Lebensqualität in Linz und Umgebung konstant auf höchstem Niveau liegt – und dass das auch in Zukunft so bleibt. Über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der LINZ AG 365 Tage im Jahr im Einsatz, damit es in der oberösterreichischen Landeshauptstadt und 116 Umlandgemeinden an nichts fehlt. Das Unternehmen sichert die Grundversorgung der Menschen in der Region und stellt wesentliche Infrastruktur für den Alltag...

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen