Gelbe Pfeile & Flurreinigung
Müllkampf auch weiterhin Thema im Bezirk Grieskirchen

Jeder Pfeil zeigt ein Abfallprodukt: Derzeit sind Müllsünden in Niedernhaag markiert.
  • Jeder Pfeil zeigt ein Abfallprodukt: Derzeit sind Müllsünden in Niedernhaag markiert.
  • Foto: Mittermayr/BRS
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Fünf Tonnen Unrat konnten dieses Frühjahr bei den Flurreinigungsaktionen im Bezirk gesammelt werden. Mit Aktionen wie den Gelben Pfeilen bleibt das Müllentsorgung weiterhin Thema.

BEZIRK (jmi). Gelbe Pfeile säumen Strecken in der Gemeinde Haag. Diese Pfeile kennt man bereits: Im Frühjahr 2018 wurde mit ihnen in Schlüßlberg achtlos weggeworfener Müll markiert. In Niedernhaag und bei der Autobahnausfahrt weisen sie derzeit meist auf die üblichen Produkte: Getränkedosen, Zigarettenpackerl, PET-Flaschen. "Das sind meist generell Sachen, die schnell konsumiert werden und dann aus dem Autofenster fliegen. Das merkt man besonders bei Abschnitten mit zunehmender Verkehrsfrequenz", erklärt Rudolf Pichler vom Bezirksabfallverband (BAV).

750 Säcke Unrat gesammelt

Das Ziel der aufgestellten Pfeile – erhöhtes Bewusstsein im Umgang mit der Natur – hatte bereits 2016 im Pilotbezirk Gmunden den gewünschten Erfolg und wurde auf das Bundesland ausgeweitet. "Es geht darum, die Konzentration an Müll zu sehen. Das regt zur Diskussion an und hoffentlich auch zur Verhaltensänderung mancher Menschen", so Pichler. Die ist auch notwendig, wie die diesjährige Flurreinigungsaktion im Bezirk Grieskirchen wieder zeigte: 1.100 Freiwillige aus 21 Gemeinden sammelten 750 Säcke Unrat mit einem Gewicht von fünf Tonnen. "Uns beeindruckt immer wieder die Zahl der Teilnehmer. Derzeit herrscht die Diskussion über das europaweite Verbot von Plastikeinwegprodukten wie Trinkhalme oder Einwegbecher. Man merkt schon in der Bevölkerung eine höhere Sensibilität in Sachen Müll. Die andere Frage ist, ob sie bleibt", so Pichler.

Plastik im Biomüll

Besonders Plastik im Biomüll ist derzeit Thema beim BAV. Das Problem liegt bei der Mülltrennung: Wird Plastik – etwa als Verpackung von Gemüse – im Biomüll entsorgt, bleibt es beim Kompostierprozess erhalten. Der Kompost wird weiterverarbeitet und auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht – inklusive Plastikteilchen. "Im Bezirk Grieskirchen haben wir 15.000 Haushalte, die eine Biotonne haben. Wenn auch nur ein geringer Prozentsatz von ihnen die Müllordnung nicht gut nützt, merkt man das schon. Hier hoffen wir auch, dass im Handel ein Umdenken stattfindet, er Einwegbeutel aus Plastik verbietet und stattdessen kompostierbare Beutel anbietet", so Pichler.

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