Volkskultur
Neu renovierte Marterl im Hausruck

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Auf private Initiative von Anna Maria Raab, Obfrau des Verschönerungsvereines Geboltskirchen wurden 2 Marterl mit geschichtsträchtigem Hintergrund wieder zu neuem Glanz verholfen. Die beiden Marterl stehen allerdings auf Haager Gemeindegrund, bzw. im Grundbesitz von Schloß Starhemberg in Haag und daher nicht im Zuständigkeitsbereichs des Verschönerungsvereins.

Trotzdem war es Frau Raab ein Anliegen, diese Kulturdenkmäler renovieren zu lassen und beauftragte den Pramer Künstler Meinrad Mayrhofer mit der Erneuerung der Malerei und Schrift auf den Bildtafeln. Die Holzkreuze wurden von Hermann Deixler neu angefertigt. Das Holz wurde gespendet, Arbeitskosten vom Starhemberger Förster übernommen und die Malerei von der Gemeinde Haag bezahlt. Laut Frau Raab nahm die ganze Vorbereitung und Organisation mit der zuständigen Gemeinde, Grundeigentümer und der Graf Arco Zinneberg´ schen  Forstverwaltung ganze 2 Jahre in Anspruch.

Das eine mysteriösen Marienbild steht am Dreiherrenspitz nahe dem Hochweg und der hausrucküberquerenden Geboltskirchner Bezirksstrasse. Das hölzerne Kreuz samt Marienbild wurde komplett erneuert und der Text der auf den geschichtlichen Hintergrund hinweist ist wieder gut lesbar :

Schieszwütig nahm sich hier ein Förster nach erfolglosem Jagen das Muttergottesbild zur Zielscheibe und traf das Antlitz. Kurz darauf ward der Förster von einem unheilbaren Krebsgeschwür im Gesichte befallen.

Eine andere Legende besagt, daß um 1870 der damalige Förster Martinowitz aus der Simmering von der Tochter des Geboltskirchner Gastwirtes Juli Wagner abgewiesen wurde. So schoß er im Zorn auf das Marienbild. Zwei Kugeln durchschlugen die rechte Wange der Muttergottes. Kurze Zeit später bekam der Förster an der rechten Wange ein Geschwür, an dem er nach vierjährigem Leiden starb.
Das Originalbild mit den Einschüssen im Blechuntergrund hängt in der Pfarrkirche Bruckmühl Gemeinde Ottnang am Seitenaltar links.

Das andere Wegkreuz steht am Scheitelpunkt des alten Kreuzweges zwischen Eberschwang und Geboltskirchen, den schmalen Streifen Haager Gemeindegrund durchquerend. Auf diesem 700 Jahre alten steilen Weg gingen einst die Geistlichen von Anhang in Eberschwang nach Geboltskirchen um da die Heilige Messe zu feiern. Um 1600 wurde hier ein Pfarrer erschlagen aufgefunden. Daran soll der Kreuzweg mit dem Steinernen Tisch erinnern.

Foto: Raab 1 Gasselsberger 9

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