Achtung Wildwechsel
Richtiges Verhalten beim Wildunfall

BEZIRK (mkr). Jährlich kommt es zu circa 6.200 Wildunfällen im Bezirk Grieskirchen. 
Besonders in den Dämmerungsstunden am Morgen und am Abend steigt das Risiko, dem Wild zu begegnen. Zu diesen Tageszeiten ist das Wild am aktivsten. „Die Wildtiere halten sich da auf, wo sie Nahrung und Deckung finden“, so Rudolf Kapssammer, Bezirksjägermeister aus Pollham. Meist wechseln die Tiere vom Feld in den Wald. In den frühen Morgen und Abendstunden ist die Gefahr eines Zusammenstoßes mit einem Wild am höchsten. „Wild kann an vielen Stellen die Straße queren. Speziell an Feldern und bewaldeten Straßen ist höchste Vorsicht geboten“, warnt Christian Stemmer, Bezirkspolizeikommandant aus Grieskirchen.

Akustische und optische Wildwarner

Um das Wild fernzuhalten, werden optische und akustische Wildwarner eingesetzt. Die optischen Warngeräte werden auf Leitpflöcken montiert und reflektieren das Scheinwerferlicht der Autos. "Bei den akustischen Wildwarnern ertönt ein Pfeifton, den nur Wildtiere hören können. Ziel davon ist, dass das Wild verharrt und wegläuft", erklärt Kapssammer. Mehr als 100.000 Euro werden jährlich vom Land OÖ, Versicherungen und vom OÖ Landesjagdverband für Wildwarner ausgegeben. "Mit den optischen und akustischen Wildwarnern sank die Unfallquote bereits um 60 bis 90 Prozent", sagt Kapsammer. Um einen Wildunfall zu vermeiden, ist es generell wichtig, immer vorsichtig und aufmerksam zu fahren. Erkennt man ein Tier, sollte unbedingt die Geschwindigkeit verringert werden. Das erhöht die Chance, rechtzeitig anzuhalten und einen Unfall zu vermeiden. "Hupen verschreckt das Wild. Auch Abblenden ist wichtig, da es sonst sein kann, dass das Tier vom Licht 'angelockt' wird", rät Kapssammer. 

Verhalten beim Wildunfall

"Kommt es  zum Unfall, so gilt es als Erstes die Kollisionsstelle zu schützen. Einschalten der Warnblinkanlage, Aufstellen des Pannendreiecks und natürlich vor Verlassen des Autos eine Warnweste anziehen", erklärt Kapssammer.  Der Fahrzeuglenker muss sofort einen zuständigen Jäger verständigen, der das Tier abholt, oder den Wildunfall der Polizei melden. Nicht erlaubt ist, das Tier selbst wegzutragen oder gar zum Tierarzt zu bringen. „Wird die Meldung unterlassen, macht sich der Fahrzeuglenker der Fahrerflucht strafbar, und es droht ihm eine Verwaltungsstrafe“, so Stemmer. Eine Wildunfallbestätigung zur Vorlage bei der Fahrzeugversicherung kann dann auf der zuständigen Polizeiinspektion abgeholt werden. Ist ein Unfall passiert, und ein Schaden entstanden so muss man eine Meldung bei seiner Versicherung durchführen. Grundsätzlich sind Zusammenstöße mit einem Haarwild gedeckt. Zu dieser Kategorie zählen: Hase, Reh, Wildschwein, Fuchs und Fasan. Die Versicherung deckt den Schaden nur wenn der Unfall gemeldet wurde.

Autor:

Magdalena Krittl aus Grieskirchen & Eferding

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