Schulchöre im Hausruck
So klangvoll kann Teamgeist sein

Daumen hoch für die "Pokis": Ein Teil der Sänger der Pollhamer Kindersinggruppe.
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  • Daumen hoch für die "Pokis": Ein Teil der Sänger der Pollhamer Kindersinggruppe.
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Vom Volksschüler bis zum Maturanten: Schulchöre – wie in Pollham, Prambachkirchen und Gaspoltshofen – stärken die sozialen Kompetenzen ihrer Sänger.

BEZIRKE EFERDING, GRIESKIRCHEN (jmi). "Nein, die sind nicht mehr nervös", versichert Manfred Payrhuber. Der Leiter der "Discipuli cantantes", der "singenden Schüler" der NMS Gaspoltshofen, kennt seine 40 Sänger bestens. Wenn das Bezirksjugendsingen Anfang März wieder stattfindet, werden die Jugendlichen ohne Lampenfieber eine gute Leistung an den Tag legen. Dank Top-Voraussetzungen: Wöchentlich sind zwei Choreinheiten im Stundenplan der NMS fest verankert. Geprobt wird bei bevorstehenden Auftritten zudem in der Freizeit. Zusätzliche Schulung erhalten die Sänger bei den jährlichen Chorprobentagen.

Aufeinander Rücksicht nehmen

Das muss sein: "Bei unserem Programm haben wir oftmals eine Stunde reine Singzeit. Darum bekommen die Schüler sehr viel Stimmbildung", so Payrhuber. Volkslieder, Geistliches, Klassik sowie Popmusik bieten Abwechslung für die Gaspoltshofner Sänger und Zuhörer gleichermaßen. Warum Musik im Lehrplan nicht fehlen darf, erklärt der Chorleiter: "Es prägt Gefühl und Ausdruck. Zudem werden soziale Komponenten angeregt: Es gibt keinen Gegenstand, in dem man mehr aufeinander Rücksicht nehmen und hören muss. Man muss den gleichen Text singen, zur selben Zeit atmen sowie an- und aufhören. Es ist ein soziales Miteinander, man ist für sich und andere verantwortlich."

Das bestätigt Wolfgang Froschauer, Chorleiter der Pollhamer Kindersinggruppe "Pokis": "Teil eines Chors zu sein, geht weit über das Singen hinaus. Man engagiert sich in einer Gemeinschaft und erhält Selbsterfahrung." Die "Pokis" entstanden vor zehn Jahren als Zusammenarbeit der hiesigen Volksschule mit der Pfarre Pollham. Froschauers Schützlinge – 15 Kinder zwischen sechs und elf Jahren – treten bei Erstkommunion, Maiandachten und Adventkonzerten auf. "Manche Kinder wachsen auch über sich hinaus. Es ist schon erstaunlich, sich im Volksschulalter hinzustellen und vor 200 Leuten zu singen", so Diakon Froschauer.

Nichts für Einzelkämpfer

Für musikalische Untermalung bei Schulveranstaltungen und Kirchenfesten sorgt auch der Schulchor des Gymnasiums Dachsberg. Eine Herausforderung für die jungen Sänger ist das jährliche Musical am Gymnasium: "Vom Stimmtraining her unterscheiden sich die Proben nicht von anderen Events wie geistlichen Konzerten. Aber beim Musical kommen viele andere Komponenten wie Tanz und Schauspiel zum tragen", so Lehrerin Doris Amersberger, die gemeinsam mit Christian Grüneis den Chor leitet. Zudem erhalten die Schüler die Chance, mit anderen Chören zusammenzuarbeiten, wie 2018 bei der Aktion "Peacemakers". Über den Tellerrand schauen – darum ist auch die Teilnahme am diesjährigen Landesjugendsingen geplant. Im Chor zu singen, sei aber nicht nur für die Jungen, sondern für alle Altersgruppen von Vorteil, merkt Amersberger an: "Wissenschafter haben erforscht, dass sich Musik auf Gesundheit und Stimmung auswirkt. Chorsänger sind soziale Wesen, das spüre ich immer. Es geht um das Gemeinschaftsgefühl, gemeinsam etwas zu schaffen – nicht darum, Einzelkämpfer zu sein."

Soziale Kompetenzen singend erwerben

Kommentar von Julia Mittermayr

Was haben Fußballspieler und Chorsänger gemeinsam? Da wäre sicher die Ausdauer: Kicker müssen 90 Minuten am Fußballplatz bewältigen, Sänger oft ein stundenlanges Programm. Die größte Überschneidung ist aber das Teamwork, ohne das es weder am Bolzplatz noch auf der Bühne geht. Beim Singen in der Gruppe kommt es eben nicht allein aufs Ohr für die richtigen Töne an: Es verlangt Rücksichtnahme auf andere, Einzelkämpfer sind hier fehl am Platz. Hohe soziale Kompetenzen werden so gefördert. Das erkennen auch viele Schulen und setzen auf einen eigenen Chor. Bereits im Volksschulalter lernen die jungen Sänger das Zusammenspiel in einer Gemeinschaft kennen. Die Gemeinden freut's natürlich auch. Denn wer bereits als Kind und Jugendlicher dabei war, bleibt dem Chorsingen oft auch als Erwachsener treu.

Daumen hoch für die "Pokis": Ein Teil der Sänger der Pollhamer Kindersinggruppe.
Dachsberger Schüler bei dem Projekt "Peacemakers".
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