Kabarett als "Stehevent"
Überfüllter Abend im VAZ Manglburg

Ein Kabarett im Grieskirchner Veranstaltungszentrum Manglburg wurde für Besucher kürzlich zum Stehevent.
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  • Foto: Mittermayr
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Verärgerte Besucher bei überfülltem Kabarettabend im Veranstaltungszentrum Manglburg beklagen unter anderem versperrte Fluchtwege. Veranstalter und Polizei weisen auf ordnungsgemäße Durchführung hin.

GRIESKIRCHEN (jmi). Dass einigen Besuchern beim Programm von Thomas Stipsits im Veranstaltungszentrum (VAZ) Manglburg nicht zum Lachen war, lag nicht am Kabarettisten. "Die Halle war vollkommen überbucht. Viele Ausgänge waren nicht nur durch Stehtische, sondern auch durch Hunderte Besucher, die keinen Sitzplatz mehr gefunden haben, verstellt. Ich will mir nicht vorstellen, was beim Ausbruch einer Panik passiert wäre, da ja auch die Mittelgänge nicht zum verhofften Ausgang führten", erzählt eine Besucherin.

Ein Problem auch für die Stadtgemeinde Grieskirchen als Besitzerin des VAZ: "Ein großer Besucherstrom hat sich bereits durch die verkauften Karten abgezeichnet. Darum haben wir eine Sonderveranstaltungsbewilligung veranlasst – mit Stehplätzen, um von 600 auf 800 Besucher aufstocken zu können", erklärt Bürgermeisterin Maria Pachner. "Angeblich waren aber weitaus mehr als die genehmigte Besucheranzahl. Sessel wurden viel zu eng gerückt, Fluchtwege waren nicht offen, es wurde geraucht. Ich finde es bedauerlich, dass das so vom Veranstalter ausgenutzt wurde", sagt Pachner weiter.

Veranstalter: "Alles Schwachsinn"

Der Veranstalter, Dietmar Petermichl von Kultursaal Events, spricht hingegen von etwas mehr als 700 Gästen – bei einer Sitzgenehmigung von 780 Leuten. "Wir hatten zehn Ordner. Die Polizei war um 20.20 Uhr hier, hat alles überprüft, ob die Veranstaltung ordnungswillig durchgeführt wird. Die Fluchtwege seien verbarrikadiert gewesen? Alles Schwachsinn", so Petermichl. Auch von Rauchern innerhalb des Veranstaltungszentrums will Petermichl nichts wissen.

Auf Nachfrage erklärt Bezirkspolizeikommandant Christian Stemmer: "Für unsere Streife ergab sich kein Bild, dass der Saal so überfüllt wäre, dass es nicht zumutbar gewesen wäre und Handlungsbedarf bestehe. Auch die Fluchtwege waren vorhanden. Natürlich wird es für Besucher, die stehen mussten, unangenehm gewesen sein. Gefahr in Verzug bestand aber nicht." Jene Gäste, die sich beim Veranstalter beschwerten, erhielten von Petermichl eine Entschädigung. "Das Kabarett mit Stipsits war ein großartiger Erfolg – super Kritiken. Wir sind zwei Jahre in Grieskirchen am Werken, die Manglburg war in schlechtem Zustand. Jetzt haben wir ausverkaufte Shows, super Konzerte und Kabaretts – da sind die Neider dann da", ist Petermichl überzeugt.

Künftig keine Ausnahmen mehr

Pachner gestattet in Zukunft keine Ausnahmeregelungen mehr: "Da die Manglburg schon so alt ist, haben wir eine Menge Geld in Sicherheitsmaßnahmen wie Rauchmelder investiert. Aber wenn dies dann boykottiert wird, indem man Fluchtwege nicht absichert und sich an das Rauchverbot nicht hält, wird es künftig nur mehr die zugelassenen 600 Plätze geben – mehr nicht."

Autor:

Julia Mittermayr aus Grieskirchen & Eferding

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