Sicher am Schulweg
Verkehrserziehung ist (k)ein Kinderspiel

Von Fahrradprüfung bis zur Schulwegbegehung: 289 Polizisten bringen in Oberösterreich den Kindern Sicherheit auf der Straße bei.
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  • Foto: Polizei
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Sicherheit im Straßenverkehr soll mit Lotsendienst und Aktionen in den Schulen gewährt werden.

GRIESKIRCHEN, EFERDING (jmi). Verkehrserziehung, ein alter Hut? Mitnichten, denn die Straße hält neue Herausforderungen bereit – wie etwa E-Autos und E-Bikes. "Elektrofahrzeuge sind leiser und ihre Geschwindigkeit nicht so leicht abschätzbar. Erwachsene tun sich hier schon schwer, und noch mehr die Kinder", erklärt Gerhard Groißhammer, Verkehrsreferent der Polizei Grieskirchen-Eferding. Im Bezirk klären 14 Verkehrserzieher – oberösterreichweit sind es 289 Polizisten, fünf mehr als im Vorjahr – Schüler in Sachen Straßenverkehr auf. Abgedeckt wird das ganze Spektrum, das von Abnahme der Fahrradprüfung über Schulwegbegehung und Verkehrssicherheitsberatung bis zu Alkohol und Drogen reicht.

Viele Aktionen an Schulen

Wie in der Volksschule St. Agatha: Dort wird etwa bei der Bremsweg-Demonstration "Hallo Auto" des ÖAMTC und der Geschwindigkeitsmess-Aktion "Apfel & Zitrone" von ARBÖ auf Gefahren im Verkehr aufmerksam gemacht. "Natürlich kann man diese Dinge auch im Unterricht erklären. Aber wenn Kinder dies mit solchen Projekten auch in der Praxis kennenlernen, bleibt die Lektion sicher besser haften. Bei ‚Hallo Auto‘ sitzen die Kinder selbst im Auto und dürfen die Bremse betätigen", erklären die Agathenser Lehrer.
Bereits in der ersten Klasse wird richtiges Überqueren der Straße geübt – unter wachsamem Auge der Polizei. „Es wirkt einfach mehr, wenn ein Außenstehender, noch dazu in Uniform, solche Übungen durchführt", heißt es seitens der Schule.

Sicher mit Schülerlotsen

Auf "Außenstehende" setzen auch viele Gemeinden mit Schülerlotsen. In OÖ werden rund 2.200 Schüler- und mehr als 500 Erwachsenenlotsen eingesetzt. Die richtige Einschulung erfolgt über die Exekutive. So auch in Kematen: Für Sicherheit am Zebrastreifen bei Volksschule und Kindergarten sorgen derzeit sieben Gemeindebürger. "Es ist uns und vielen Eltern ein wichtiges Anliegen, Kindern hier Sicherheit zu geben – gerade in Straßenbereichen, die für Autofahrer schlechter einsehbar sind. Die Schülerlotsen unterrichten die Kinder auch, achtsam zu sein und beim Straßeüberqueren nach links und rechts zu schauen", erzählt Bürgermeister Klaus Bachmair.

Einsatz der Eltern

Polizist Groißhammer betont aber zusätzlich den Einsatz der Eltern selbst: "Sie sollen ihre Kinder auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Wichtig ist, dass sie auch einmal beim Schulweg mitgehen und schauen, wo es am sichersten ist, die Fahrbahn zu überqueren." Zusätzlicher Hinweis: Augen offen halten – gilt nicht nur für den Nachwuchs. Denn Handy und Ohrstöpsel können leicht vom Geschehen ablenken. "Ab und zu den Blick weg vom Handy auf Verkehr und Umgebung richten, ist sicher kein schlechter Tipp", so Groißhammer mit einem Augenzwinkern.

Sicherheitstipps

  • Thematisieren Sie den Straßenverkehr und Gefahren.
  • Trainieren Sie mit Ihren Kindern aktiv die sichere Verkehrsteilnahme.
  • Vorbild sein: Leben Sie Ihren Kindern konsequent vor, wie man sich korrekt verhält.
  • Üben Sie im Bedarfsfall auch die Öffi-Benutzung: Wo stelle ich mich hin, wenn die Haltestelle nahe am Straßenrand ist? Wie warte ich beim Einsteigen? ...
  • Sagen Sie Ihrem Kind, es darf sich nicht darauf verlassen, dass sich erwachsene Verkehrsteilnehmer immer korrekt verhalten.
  • Respektieren Sie die Tempolimits und fahren Sie besonders rücksichtsvoll, wenn Kinder zu sehen sind.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit zusätzlichen Verkehr vor Schulen und Kindergärten.
  • Machen Sie Ihre Kinder besser sichtbar – mit Reflektoren und heller Kleidung.

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