Oide Traditionen
Vo Schuahmåchan und Schoppan

A Bsondaheid im Schoppa- und Fischamuseum is des Schoppn, wo ma ois Besucha söba Hånd åleng kå.
  • A Bsondaheid im Schoppa- und Fischamuseum is des Schoppn, wo ma ois Besucha söba Hånd åleng kå.
  • Foto: Gwendolin Zelenka
  • hochgeladen von Gwendolin Zelenka

D'Museen in da Region schaun drauf, dass d'Traditionen bei uns ned valorn gengan. Dazua kean des Schoppa- und Fischermuseum in Oschoch und des Schuahmocha- und Brauchtumsmuseum in Peiaboch.

ÅSCHÅCH, PEIABÅCH (gwz). "Da Schiffbau woa natirli durch d'Donau bedingt, de woa bei uns amoi a Vakehrsåda", erinnad si da Johann Eggerstorfer, da ehemålige Obmå vom Schoppa- und Fischamuseum in Åschåch. Fria san duatn voa oim Zün baud woan. A Tei vo dera Tradition is heid nu voahåndn: D'Feiawea in Åschåch foahd bei Hochwåssaeisätz mit de Hoizschiff. Wånn oana vurn stehd am Granzl – wås ma ois ‚Bug‘ kennd –, dånn nennd ma den an Granzlmå. Dåmois, ois de Zün nu baud woan san, håd's in da Gmeind drei Schoppa gem. "De san seid a boa Joah nimma am Lem", vazöd da Eggerstorfer. Es håd se ned auszoid, dass ma de Bautn weidamåchd – wei's dafia z'weng Nåchfråg gem håd. Ois de Schoppa scho in da Pension woan, håms fia d'Låndesausstöllung nu a Zün gmåchd. "Z'Fronleichnåm håmma in Åschåch a Tradition: Da Pfårra foahd mit seine Ministrandn und de Leid aus da Kircha auf ana Plättn, a Polyestaschiff", vazöhd da Eggerstorfer. "Im Ort gibt's zwoa bis drei Stationen, bevoa de dånn aufs Schiff steign und duatn betn. Da Pfårra predigd und de foahn dånn auf da Donau." Neman Museum is heid 's Büro vo da "viadonau", d'Östarreichische Wåssastråßn-Gsöschåfd. Fria woa duat a Tischlarei und aufn Gländ san a de Schiffbautn durchgführd woan. "Bis 1998 oda 2000 san Schiff heagstöd woan", erklärd da ehemålige Obmå. "Von 1960 bis 1990 san voa oim de Plättn baud woan, de woan aus Polyesta und natirli a aus Hoiz."
Da Kern vom Museum is da Bauprozess vo de Hoizschiff. Da Eggerstorfer håd de einzlnen Schrid dåmois fias Gmeindearchiv festghoidn – zu dera Zeid woa vo an Museum nu ned amoi d'Red. Heid kå ma in de Raim hautnåh erlem, wia des Schoppn hihaud. Zwischn de Bretta vom Schiff san Schlitz entståndn, wo Wåssa durchigsickad is. Mit am Schoppermoos håd ma de Zwischenraim gstopfd und dånn mit am Schöppi gschoppd – oiso einiglopfd. Danåch is a Nåht gmåchd woan. "Wånn des Moos mit Wåssa in Kontakt kimmd, quüd des auf und is dånn dichd", erklärd da Eggerstorfer.

Schuahmåchan

Wo se de oan aufn Schiffbau konzentriert håm, woan de åndan mit Schuah bschäftigd – zum Beispü in Peiabåch. Duatn is 's Museum auf Schuahmåcha und Brauchtum spezialisiert. Da Ludwig Kaltseis, da Museums-Initiator, sågd: "In Peiabåch håd's vier Schuahmåcha gem, inzwischn san de åba ålle vastorm. I håb dåmois bei meim Onkö glernd." Kaltseis is da letzde Schuahmåcha in Peiabåch – zwoa is a scho in Pension gånga, måchd åba in seina Freizeid nu Reparaturn. 'S Museum håd sein Plåtz in da oidn Werkståd vo seim Onkö gfundn – de is nia richtig auflåssn woan. "I håb d'Ausrüstung griagd und dånn des Museum draus gmåchd. Ma kå quasi sågn, i håb's grett", vazöhd da Kaltseis. Bevoa de erstn Schiaf- und Hoiznågömaschin kemma san, is ois mit da Hånd gmåchd woan. Laut 'm Kaltseis is mitn Håndwerk vo de Schuahmåcha z'End gånga, ois de großn Fabrikn kemma san: "Då håd se kaum nu wea an Schuah neich måcha låssn, es is neta nu repariert woan."

Zur Sache

Wiaso hoaßd's Kipferl heid Kipferl? Und wiaso is Essn zünftig? Da Johann Eggerstorfer håd a boa Begriff erklärd:

zünftig
Zinfd san ois Keapaschåfdn vo Håndweakan enståndn. Då håd's natirli Regön zum Eihoidn gebn. Deswegn sågd ma "zünftig" wånn a Såch so gmåchd is, wia sa se ghead.

Kipferl
Des Gripp vo am Hoizschiff wiad mit Fichtnstämm und Wurzln baud. Då gibt's a bognes Stickö, des nennd ma Kipf. Aus dem Woat is dånn "Kipferl" entståndn.

Stanglreiter
In da Donau san fria d'Schiff vo Ressa zogn woan. De håm teiweis a im Wåssa geh miaßn. Da Stanglreiter is voagånga und håd mit am Stangö übapriafd, ob's z'diafe Stön gibd.

Kommentar

Es kå scho sei, dass heidzdåg nimma so vü Weat auf Tradition und Brauchtum glegd wiad wia's scho amoi woa – åba ohne kinnan unsare Gmeindn ned besteh. D'Vagångenheid erinnad drå, wia d'Leid fria 's heidige Lem in de Bezirk aufbaud håm. Wånn ma se easd amoi a bissi damid beschäfdigd håd, siagd ma, wia sea d'Tradition zua Lemsqualität beidrågd. A Gmeind hebt se durch de eigenen Braich vo åndane å. Des is zum Beispü in Åschåch da Foi, wo's z'Fronleichnåm mit de Plättn aufm Wåssa foahn. So wås erinnad jeds Joah ån de Wurzln. Zum Glick gibt's Menschn, de si's zua Aufgåb gmåchd håm, d'Gschichd vo da Region z'bewoahn. Des übanehman voa oim d'Museen, wia des Schoppa- und Fischamuseum oda 's Schuahmåcha- und Brauchtumsmuseum. Då steckd vü Higåb dahinta – genau wia bei da Tradition.

Gwendolin Zelenka

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen