Wickel bei Erkältungen

Adelheid Aumüller und Hildegard Ruschak (r) präsentieren ihr Büchlein "Was Oma noch wusste...". In diesem findet man viele Hausmittel, die bei Erkältungen hilfreich sind.
  • Adelheid Aumüller und Hildegard Ruschak (r) präsentieren ihr Büchlein "Was Oma noch wusste...". In diesem findet man viele Hausmittel, die bei Erkältungen hilfreich sind.
  • Foto: Max Scheucher
  • hochgeladen von Birgit Chalcraft

NATTERNBACH (bic). Bei Husten, Schnupfen, Fieber oder anderen leichten Beschwerden können oft Wickel und Kompressen als sanfte und natürliche Behandlungsform helfen, die Symptome zu lindern und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Je nach Art der Anwendung haben Wickel eine entspannende, beruhigende, krampflösende, fiebersenkende Wirkung. Viele Wickel wirken reinigend, indem sie die Ausscheidungsfunktionen der Haut anregen. Dabei werden neben Wasser und Kochsalz zahlreiche Stoffwechselprodukte und Harnsäure ausgeschieden.
Natürlich brauchen Wickel Zeit zur Zubereitung, Anwendung und Wirkung. „Man kann einen Wickel nicht einfach so nebenbei einnehmen wie ein Medikament, aber Ruhe, Entspannung und das sich um den Kranken annehmen sind wichtige Heilfaktoren,“ ist Hildegard Ruschak, die in den letzten 14 Jahren als Hauskrankenpflegerin tätig war, überzeugt. Bei Fieber helfen Essigpatscherl. Dabei mischt man einen Schuss Essig in eine Tasse Wasser, taucht Tücher in dieses ein und legt sie auf die Fußsohlen auf. Dann mit Plastik umwickeln und Socken darüber anziehen. Bei Halsschmerzen hat sich der Topfenumschlag bewährt. Dazu erwärmt man Magertopfen auf Zimmertemperatur, streicht ihn fingerdick auf ein Baumwolltuch und packt es rund um den Hals. Darüber kommt ein gut saugendes Zwischentuch und dann am besten ein Wolltuch. Nach zwei Stunden Einwirkzeit soll man noch eine Stunde nachruhen. Topfen wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend. Bei Husten ist ein Zwiebelwickel geeignet. Grundsätzlich sollen vor jedem Wickel Blase und Darm entleert werden. Auf einen kalten Körper darf kein kalter Wickel angewendet werden. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn der Patient einschläft.
„Die Anwendung von Hausmitteln hat eine unterstützende Wirkung, ersetzt jedoch keine notwendige ärztliche Behandlung,“ so Ruschak. Bei Kindern ist besondere Sorgfalt angebracht.

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