Mundart im Hausruck
Wo hand da Muata seine Schuah?

In der Weiberner Ortschaft Untermeggenbach findet sich ebenso eine Station des Mundartwanderwegs.
6Bilder
  • In der Weiberner Ortschaft Untermeggenbach findet sich ebenso eine Station des Mundartwanderwegs.
  • Foto: Mittermayr/BRS
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Dialektausdrücken und -ausprägungen widmen sich die Landjugend Oberösterreich, eine Online-Dialekt-Karte und Mundartwanderwege.

BEZIRKE GRIESKIRCHEN UND EFERDING (jmi). "Wo sind Mutters Schuhe" ist nur eine Phrase, die man auf der Online-Dialekt-Landkarte des Landes OÖ nachhören kann. Im Titel dieses Artikels sind es die "Bråmakiringa", die Prambachkirchner, die ihre sprachliche Färbung zur Geltung bringen. Das Adalbert-Stifter-Institut hat auf der Website Tonaufnahmen zusammengetragen, um Einblicke in die verschiedenen Dialekte zu geben.

Das Institut erklärt: "Unsere regionalen Dialekte sind nicht nur ein wichtiges Kommunikationsmittel im Alltag, sondern für große Teile der Bevölkerung auch ein zentraler Bestandteil ihrer Identität." Das akustische Material stammt aus Befragungen, die bei älteren, kompetenten, im jeweiligen Ort aufgewachsenen Dialektsprechern durchgeführt wurden. Unterschiede bei den Wörtern zeigen sich schon nach wenigen Kilometern: Während der Kuchen bei den "Nådanbeckan" (Natternbachern) und "Sångd Oaningan" (Agathensern) "Kuchn" bleibt, sagen die "Kemadinga" (Kematner) und "Håkiringa" (Hartkirchner) "Bunkö".

Vom "Schea" bis "Schneizhodan"

Mit Mundart hat sich auch die Landjugend OÖ kürzlich auseinandergesetzt. 190 Landjugendliche unterstützten die Umfrage „Auf der Suche nach den Lieblings-Mundartwörtern“. Dabei wurden mehr als 700 Wörter gesammelt und zusammengefasst. Zu den außergewöhnlichsten und meistgenannten Wörtern, die zum Teil auch schon in Vergessenheit geraten sind, zählen etwa der "Schea" (Maulwurf) oder die "Singal" und "Bipal" (beides: Küken). Der "Schneizhodan" (Taschentuch) wurde hier genauso genannt wie der "Batzbunki" (Kuchen mit Creme) und der "Aumpa" (Eimer). Natürlich fehlten auch Schimpfwörter nicht: vom "Schmedantler" über den "Grandscherbn" bis zum "Gschaftlhuber".

Mundart erwandern

Dem Dialekt in der eigenen Gemeinde widmet sich Weibern seit Oktober 2017 mit dem Mundartwanderweg. 2018 kamen zwei weitere Routen hinzu. Der Clou: An den gekennzeichneten Sprechblasen können die Tonbeispiele via QR-Code oder NFC-Chip abgerufen werden – das heißt: Handy mitnehmen! Auch ein Stück von Mundartdichter Augustin Roitinger ist dabei – passend für die Region: "D'Hausruckviertler."
Einen kleinen Einblick gibt es im Video:

Fotos: Mittermayr/BRS

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen