"Beruf des Landarztes attraktiver machen"

Peter Oberlehner ist Bundesrat, ÖVP-Bezirksparteiobmann, Bürgermeistersprecher und Bürgermeister in Pötting.
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BEZIRK. Im BezirksRundschau-Sommerinterview spricht ÖVP-Bezirksparteiobmann Peter Oberlehner aus Pötting über landärztliche Versorgung, das Klinikum Grieskirchen, Asyl und Ziele in der Gemeindepolitik.

BezirksRundschau: Was ist für Sie derzeit ein brennendes Thema im Bezirk?
Oberlehner: Die Sicherstellung der landärztlichen Versorgung stellt uns vor eine Herausforderung. Es ist verdammt schwer, Mediziner zu finden, die Praxen in ländlichen Gemeinden übernehmen wollen. Ganz dringend wird ein Arzt in Kall- ham gesucht. Wir müssen uns überlegen, wie der Beruf des Landarztes wieder attraktiver gemacht werden kann.

Im Gesundheitsbereich ist auch das Klinikum Grieskirchen immer wieder Mittelpunkt vieler kritischer Diskussionen.
Wir müssen das Image dieses Hauses wieder dort hinbringen, wo es hingehört. Die regionale Akutversorgung muss von den Leuten positiv erlebt werden können. Es war nicht richtig zu vermitteln, dass die Spitalsreform nichts verändern wird. Denn dadurch ist es nicht gelungen, ein realistisches Bild von der Reform zu vermitteln. Trotz allem darf man nicht vergessen, dass der Prozentsatz der zufriedenen Patienten im Klinikum Grieskirchen nach wie vor sehr hoch ist. Wie so oft ist das Positive aber kaum Gesprächsthema. Diskutiert wird immer über das Negative.

Die Unterbringung von Asylwerbern in Gallspach hat für Diskussionen im Bezirk gesorgt. Wie stehen Sie dazu?
Wir leben in einem Land, in dem Milch und Honig fließen und haben deshalb den Auftrag, uns um jene Leute zu kümmern, denen es nicht so gut geht. Gallspach stellt sich dieser Verantwortung bereits. Daher dürfen dort nicht noch mehr Asylwerber untergebracht werden. Es kommt auf die Verteilung an – wenn auf einen Schlag an einem Ort zuviele Asylwerber untergebracht werden, kann Integration nicht funktionieren.

2015 wird gewählt. Wie bereitet sich die ÖVP vor?
Die ÖVP will auch nach der Wahl die treibende Kraft im Bezirk sein. Daher gilt es, den Wählern gute Angebote zu machen. Politik muss immer als Ziel haben, Lebensqualität zu schaffen. Es ist aber auch etwas total Wichtiges, dass wir unsere hohen Standards halten können. Es muss uns bewusst sein, dass wir bei der Lebensqualität bereits auf einem sehr hohen Level sind. Dort, wo es Verbesserungen bedarf, braucht es einen positiven Zugang – sonst verbreitet sich schnell das Gefühl, dass alles schlecht ist, was ja überhaupt nicht stimmt.

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