EU-Wahl 2019
ÖVP klarer Wahlsieger in Grieskirchen & Eferding, leichtes Plus für SPÖ Eferding

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Das vorläufige Ergebnis, wie die Bezirke Grieskirchen und Eferding wählten, ist da. ÖVP bleibt klarer Wahlgewinner, geringe Verluste für SPÖ, FPÖ und Grüne. Ein Plus verzeichnet die SPÖ im Bezirk Eferding.

Das Ergebnis der Bundesländer, Bezirke und einzelnen Gemeinden finden Sie hier.

Achtung: Die Auswertung basiert auf 83 Prozent der Stimmen, denn 17 Prozent wurden in Form von Wahlkarten abgegeben, die erst noch ausgezählt werden müssen.

So hat der Bezirk Grieskirchen gewählt

26.422 gültige Stimmen wurden im Bezirk Grieskirchen abgegeben. 42,78 Prozent (11.303 Stimmen) gingen an die ÖVP. Das bedeutet einen Wachstum von 8,9 Porzent im Vergleich zur EU-Wahl 2014. Die SPÖ wählten 4.737 Stimmen, was 17,93 Prozent ausmacht (minus 0,61 %). An die FPÖ gingen 5.657 Stimmen und somit 21,41 Prozent (minus 1,8 %). Genau 3.000 Wähler gingen für die Grünen an die Wahlurne. Diese 11,35 Prozent ergibt ein Minus von 0,62 Prozent im Vergleich zu 2014. Die Neos wählten 1.461 Personen (minus 1,3 %). Die KPÖ erhielt 114 Stimmen (0,43 Prozent), EUROPA-Jetzt 150 Stimmen (0,57 Prozent). (Auszählungsstand: 26. Mai, 23.06 Uhr).

Fazit: Deutlicher Wahlgewinner ist auch im Bezirk Grieskirchen die ÖVP – und übertrifft mit dem Stimmwachstum von 8,9 Prozent den OÖ-Schnitt von 8 Prozent. SPÖ, Grüne und FPÖ verlieren geringfügig.

So hat der Bezirk Eferding gewählt

Von 14.169 gültigen Stimmen im Bezirk Eferding entfallen 5.015 auf die ÖVP. Das macht 35,39 Prozent (plus 5,7) für die Volkspartei. 3.388 Stimmen wurden für die SPÖ abgegeben – ergibt 23,91 Prozent (plus 0,43 %). Für die FPÖ wurden 3.021 „Jetzt-erst-recht“-Stimmen abgegeben – das sind 21,32 Prozent (minus 1 %). Den Grünen schenkten 1.680 Wähler ihr Vertrauen – in Prozent: 11,86 (minus 0,25 %). Die NEOS erhielten 903 Stimmen, also 6,37 Prozent (minus 0,03 %). Die KPÖ wählten 56 Wahlberechtigte – macht 0,40 Prozent, die Liste EUROPA-Jetzt 106 Stimmen, also 0,75 Prozent. (Auszählungsstand: 26. Mai, 23.06 Uhr).

Fazit: Deutliches Wachstum für die ÖVP im Bezirk Eferding. Ein halbes Prozent klettert die SPÖ, die zweitstärkste Partei bleibt. Stimmen müssen FPÖ, Grüne und Neos einbüßen.

Stimmen aus den Parteien

Im Bezirk Grieskirchen hält die ÖVP einen Zuwachs von fast 9 Prozent im Vergleich zur Wahl von 2014. "Wir sind natürlich sehr zufrieden, beinahe 10 Prozent zugelegt zu haben. Das bestätigt momentan die Arbeit der ÖVP insgesamt. Natürlich wurde auch in den Gemeinden viel Arbeit geleistet – den Lohn dafür haben wir mit diesem Wahlausgang bekommen", so Peter Oberlehner, Grieskirchner VP-Bezirksparteiobmann.

"Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden. Die Bemühungen, die wir für Angelika Winzig an den Tag gelegt haben, haben sich bewährt. Was mich auch freut, ist die Wahlbeteiliung. In meiner Gemeinde Scharten sind 70,8 Prozent zur Wahl gegangen – das freut mich, dass die Leute diese Chance, wählen zu gehen, wahrgenommen haben", erklärt Jürgen Höckner, Eferdings VP-Bezirksparteiobmann.

"Es ist schade, wenn man sich dieses Ergebnis anschaut. Wir hatten mehr erhofft, auch weil wir viele unterschiedliche Aktivitäten in den SPÖ-Ortsparteien gemacht haben wie etwa auch Infostände. Es ist zu hinterfragen, ob man immer auch die Leute erreicht hat. Unsere Hoffnung war natürlich, dass sich der Ibizaskandal auswirkt. Wenn man Medienberichten und Leuten auf der Straße glaubte, wäre es ein ganz anderes Stimmungsbild als die Wahl jetzt ergeben hat. Das Positive war, dass die Leute zur Wahl gegangen sind – aber gewählt wurden eher die anderen Parteien. Schade", so Klaus Höllerl, SP-Bezirksgeschäftsführer für Eferding und Grieskirchen.

"Wir sind froh, dass wir uns im Bezirk gut halten können. Wir gingen zuerst von einem Verlust von minus 3 Prozent aus. Auch die FPÖ-Ortsgruppen sind über das Ergebnis erleichtert. Schließlich hat hier jeder auch im Bezirk vor der Wahl viel gearbeitet – das zeigt, dass es nicht umsonst war. Wenn dann eine Sache dazwischen kommt, die großen Einfluss hat ("Ibiza-Video", Anm. ), kann man mit den 1, 2 Prozent Minus bei der Wahl gut leben", so Tilmann Schoberansky, Bezirksgeschäftsführer der FPÖ in Eferding und Grieskirchen.

"Für uns ist das Ergebnis ein super Comeback im Vergleich zur letzten Wahl (Nationalratswahl 2017, Anm.). Unsere 15 Grünen-Ortsgruppen im Bezirk Grieskirchen haben hier auch einen super Wahlkampf geliefert. Wir blicken darum auch zuversichtlich auf einen Wiedereinzug in den Nationalrat im Herbst. Klimaschutz geht uns allen was an – das weiß auch die junge Generation, von der wir immer viele Stimmen bekommen. Was auch interessant ist: Das endgültige Ergebnis steht ja noch nicht fest. Bei der EU-Wahl 2014 waren wir im Bezirk Grieskirchen bei den Briefwählern auch auf Nummer 2 nach der ÖVP. Das wird sich sicher auch noch positiv auswirken, gerade Grünwähler nehmen die Briefwahl gut an", freut sich Wilfried Kraft, Bezirkssprecher der Grünen in Grieskirchen.

"Aus grüner Sicht kann man nur glücklich sein über das Ergebnis von 14 Prozent in Österreich. Die Grünen sind wieder dort, wo sie immer waren. Dadurch sieht man auch, dass die Leute eine Grüne Poltik und eine Grüne Partei braucht – das können keine anderen Parteien übernehmen. Ich glaube, die Leute haben schon gemerkt, wenn die Grünen nicht im Parlament sind, dann ist da auch nichts. Auch im Herbst rechne ich dann mit einen guten Ergebnis", so Heinz Grandl von den Grünen im Bezirk Eferding.

Alle Ergebnisse von Gemeinde- bis Bundesebene und weitere Reaktionen politischer Vertreter finden Sie hier.

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