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Was macht den Modellflugsport so interessant?

Das Modellflugzeug.
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  • Das Modellflugzeug.
  • Foto: Foto: Modellfliegerclub Alkoven.
  • hochgeladen von Ivanna Nikolskaya

ALKOVEN (ini). Beim Modellflugclub in Alkoven wird bald das 40-jährige Bestehen gefeiert. Der Verein zählt mittlerweile 70 Mitglieder. Ein paar sehr interessante Einblicke in den Modellflugsport haben wir hier parat.

“In den letzten zehn Jahren hat der Modellflugsport einen enormen Entwicklungsschritt zurückgelegt”, so Christian Stumptner vom MFC Alkoven. “Als Voraussetzungen sollte man technisches Verständnis, Fluginteresse und gute Computerkenntnisse haben.“ Mit Flugsimulatoren gestalte sich das Erlernen des Fliegens viel einfacher als früher. “Damals brauchte man am Anfang immer wieder einen neuen Flieger, sobald man geflogen war, da man ja das Landen erst lernen musste”, erinnert sich der Obmann an seine Anfänge zurück. Man könne solange an diesem Flugsimulatoren üben, bis man sich bereit fühle zu fliegen. Am Anfang würden hauptsächlich Styroporflieger verwendet werden, bevor man nach genug Erfahrung und Flugmeilen einen Flug mit einem Modell angeht.

Modell selber bauen oder kaufen

Auf der einen Seite gibt es Flieger, die ihr Modell als Baukasten kaufen, und auf der anderen die, die selbst die Einzelteile herstellen. Zweiteres wird jedoch bevorzugt, da es laut Stumptner doch ein sehr schönes und gutes Gefühl darstelle, sein Modellflugzeug fliegen und präsentieren zu können.
“Dabei gehören Flugzeuge bis zu einem Meter Spannweite noch eher zu den 'Spielzeugen' des Sports. Diejenigen, die sich ihre Modelle selbst fertigen, bauen nicht so etwas 'Kleines'. Spannweiten von über drei Metern sind dabei keine Seltenheit”, erklärt Stumptner.

Der Sommer wird für das Präsentieren selbst und das Fliegen verwendet. Der Winter mehr zum Fertigen oder Zusammenbauen von Modellen genutzt. Modelle waren auch ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Flugzeug. Sie wurden zur Forschung bezüglich des Flugverhaltens und der Winde verwendet. Der Modellflugsport entstand aus dem sogenannten “Seggelschleppen”. Früher wurde ein Modellflugzeug mit einem langen Seil, das man in der Hand hielt, in der Luft gesteuert. Heutzutage kann man das Modellfliegen schon mit mehr mit dem Steuern von großen Flugzeugen vergleichen. Allerdings gibt es zwei besondere Unterschiede darin: Zum Einen kann man beim Modellflugzeugsport nahezu jede Art fliegen, zum Anderen ist ein Absturz nicht so gefährlich wie bei den Großen.

Auch was für die ganz Jungen

Rund um den Globus gibt es Fans dieses Sports. Auch Österreich kann im Modellfliegen mit dem Villacher Gernot Bruckmann bereits einen dreimaligen Kunstflugweltmeister stellen. “Das 3-D-Fliegen stellt eine besondere Art des Kunstfliegens dar, hierbei werden spektakuläre Figuren in der Luft gezeigt”, schwärmt der Obmann des MFC. Sowohl Kinder als auch Jugendliche sind von dem Sport begeistert. Das sieht man besonders an den einmal jährlich stattfindenden Landesmeisterschaften im Segelfliegen. Der Großteil der Hobbyflieger ist jedoch erwachsen und männlich.

Allerdings beträgt der Anteil der Profis nur 20 Prozent der gesamten Flieger im Modellsport, zum Großteil wird das Fliegen als Hobby betrieben. Dabei verwenden die Flieger heutzutage Elektro- und Vier-Takt-Motoren. Früher war es durch die lautstarken Zwei-Takt-Motoren aufgrund der Lärmbelästigung noch schwerer einen Ort für einen Flugplatz zu finden.

Das Modellflugzeug.
Der Obmann des MSC Alkoven Christian Stumptner erklärt uns die Unterschiede zum normalen Flugverkehr, erzählt etwas über die Geschichte und die verschiedenen Arten des Fliegens.

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