Leichtathletik
Zwei Schwestern, die wissen, wie es läuft

Die Zwillingsschwestern Agnes und Ida Danner aus Weibern haben neben dem zum Verwechseln ähnlichen Aussehen vor allem eines gemeinsam: Die Leidenschaft zum Laufsport. In den vergangenen Jahren haben die beiden schon zahlreiche Medaillen und Titeln bei Staats- und Landesmeisterschaften geholt. Doch das soll nur der Anfang für die ehrgeizigen Schwestern sein.

WEIBERN. Im Hause Danner läuft's. Wirft man in der Leichtathletik nämlich einen Blick auf die Ergebnislisten der vergangenen Nachwuchs-Landes- und -Staatsmeisterschaften, so sticht ein Nachname gleich doppelt ins Auge: Danner. Agnes und Ida Danner, Zwillingsschwestern aus Weibern, haben in ihrer jungen Laufkarriere schon zahlreiche Medaillen gewonnen. Besonders kurios waren die diesjährigen Landesmeisterschaften: Während Agnes über 1.500 Meter den Meistertitel holte, war Ida über die 800-Meter-Distanz nicht zu schlagen. Auf dem zweiten Platz  reihte sich jeweils die andere der Zwillingsschwestern ein. "Und dabei ist es in der Regel genau umgekehrt, dass Agi über 800 Meter stärker ist und ich eigentlich über 1.500 Meter", lacht Ida Danner.

Intensives Hobby

Schon von Kindesbeinen an waren die zum Verwechseln ähnlich aussehenden Zwillingsschwestern sportlich – und dabei sehr erfolgreich – unterwegs. "Als wir klein waren, haben wir schon an Kinderläufen teilgenommen und waren dort schon immer schneller als die anderen", erinnert sich Agnes. Im Hauptschulalter wurde schließlich die IGLA long life aus Natternbach auf die beiden talentierten Schwestern aufmerksam. Schnell wurde aus dem reinen Freizeitvergnügen ein zeitintensives Hobby, das den Danner-Zwillingen aber sehr viel Spaß bereitet. "Wir haben zwar auch viele andere Sachen wie Fußball, Tennis oder Turnen ausprobiert, aber Laufen war und ist einfach unser Sport", sagen die beiden. Mittlerweile trainieren die 18-jährigen Schülerinnen regelmäßig sieben Mal pro Woche. In Ried sind sie unter Trainer Wolfgang Zweimüller Teil einer Trainingsgruppe mit dem Namen "Bad Coach Runners": "Das Trainieren in dieser Gruppe macht extrem viel Spaß und motiviert uns auch, wenn die Lust aufs Laufen mal nicht so groß ist", erzählt Ida. Sie besucht derzeit die Sport-HAK in Ried und trainiert dort unter der Woche drei Mal vormittags. Agnes geht in die HLW für Kommunikations- und Mediendesign in Linz und hält sich selbstständig fit.

"Alles in allem ist es schon ziemlich stressig. Aber man muss sich einfach die Zeit dafür nehmen und gut einteilen. Wenn es uns keinen Spaß machen würde, würden wir es ja auch nicht machen." Agnes und Ida Danner

U20-Weltmeisterschaft als Ziel

Am Wochenende trainieren die Geschwister gemeinsam. "Zum Glück", sind sich beide einig. Gegenseitig würden sie sich immer wieder motivieren und zu Bestleistungen antreiben. Eine Art Konkurrenzkampf gebe es natürlich, "aber nicht so intensiv", sagt Ida. "In gewisser Weise sind wir schon Konkurrentinnen. Aber das ist mehr eine Art Partnerschaft. Wenn ich selbst nicht gewinne, gönne ich es natürlich meiner Schwester am meisten", stellt Agnes klar. Oft sei es tagesabhängig, wer von den beiden Schwestern als erste die Ziellinie überquere. Dabei gab es auch schon den ein oder anderen Schlusssprint mit anschließendem Fotofinish. "Es war schon ein paar Mal der Fall, dass am Ende nur ein paar Hundertstel entschieden haben", schmunzeln die beiden. Diese Hundertstel werden für die Danner-Zwillinge auch in der kommenden Zeit entscheidend sein, wenn es darum geht, ihr nächstes sportliches Ziel zu erreichen: Die U20-Weltmeisterschaft, die nächstes Jahr in Cali, Kolumbien stattfinden. Agnes und Ida rechnen sich gute Chancen aus, die Limits für die 800- und 1.500-Meter-Distanz zu erreichen.

Klare Zukunftspläne

Auch längerfristig verfolgen die Schwestern einen konkreten Plan: Nach der Matura soll es über ein Sport-Stipendium zum Studieren in die USA gehen. "In Österreich hast du es als Leichtathlet viel schwerer, Sport und Ausbildung zu verknüpfen. Da sind die Vereinigten Staaten schon um einiges besser aufgestellt", erzählt Ida. Auch Agnes sieht darin den Vorteil, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: "Im Optimalfall bringen wir in den Vereinigten Staaten Studium, Sport und eine super Auslandserfahrung unter einen Hut." Die dafür notwendige Zielstrebigkeit bringen die beiden ehrgeizigen Schwestern jedenfalls mit.

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