Ja zum regionalen Bier
UPDATE: Sanierungsverfahren für Brauerei Grieskirchen

Bei dem Sanierungsverfahren gehe es um Umstrukturierungen.
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  • Bei dem Sanierungsverfahren gehe es um Umstrukturierungen.
  • Foto: Brauerei Grieskirchen
  • hochgeladen von Florian Uibner

UPDATE, 30. September 2020: Die Brauerei Grieskirchen GmbH  hat ihre Zahlungen eingestellt und beim Landesgericht Korneuburg den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung gestellt. Das Verfahren wurde noch nicht eröffnet, der KSV1870 (Kreditschutzverband von 1870) rechnet jedoch mit einer kurzfristigen Entscheidung des Insolvenzgerichts.

Brauerei: Wie geht es weiter?

Der KSV1870 teilt nun mit, wie es mit der Brauerei weitergehen soll: Geplant ist nunmehr, das Unternehmen in reduziertem Umfang fortzuführen. Der Standort Tirol (Kufstein) soll als Erzeugungsstandort beibehalten werden, jedoch soll der Handel nicht mehr selbst ausgeübt, sondern über Dritte abgewickelt werden. Die Abfüllung soll komplett ausgelagert werden, da in diesem Bereich hohe Personalkosten bestehen und die vorhandenen Maschinen veraltet und daher wartungsintensiv sind. Im Bereich der Logistik ist eine Reduktion des eigenen Fuhrparks geplant, hier will man lediglich im regionalen Nahbereich mit eigenen Fahrzeugen tätig sein, Touren in größerer Entfernung sollen zu Getränke-Großhändlern ausgelagert werden. Beim Personal sollen Kosten durch erhöhte Flexibilität eingespart und auch Mitarbeiter in noch nicht definiertem Umfang abgebaut werden. Auch im Bereich der Verwaltung erwartet man sich durch die Konzentration auf einen profitablen Kernbetrieb eine Einsparung bei den Überstunden und eine deutliche Reduktion der Kosten.

Sanierungsplan: Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 30 Prozent zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme angeboten. Der KSV1870 wird im Interesse der Gläubiger die Angemessenheit dieser Quote prüfen.

Bericht vom 17. September 2020: 
GRIESKIRCHEN (jmi). Die Brauerei Grieskirchen soll kurz vor der Insolvenz stehen, wird derzeit gemunkelt. Auf Nachfrage der BezirksRundschau erklärt Brauerei-Chef Marcus Mautner Markhof: "Nein, nein, wir reden über Sanierungsmaßnahmen. Wie das Wort schon sagt, geht es um ein 'Gesundmachen'. Wir müssen schauen, wie wir aus einer Krise, in der wir alle drin stecken – die gesamte Branche –, rauskommen." Bei diesem Sanierungsverfahren gehe es um Umstrukturierungen. "Wir sehen dabei gute Möglichkeiten, und ich bin zuversichtlich", so Mautner Markhof. 

Der Jahresanfang sei noch gut verlaufen. Aber die Corona-Krise hat auch vor der Brauerei nicht Halt gemacht: Mautner Markhof spricht von mehr als 70 Prozent Ausfall im April und 50 Prozent Ausfall im Mai. "Es geht den Wirten und den anderen Kollegen in der Branche ähnlich: Es ist nicht absehbar, wie sich die Zukunft weiterentwickeln wird. Aber wir müssen einen Weg hindurchfinden. Es ist eine Krise, von der man nicht sagen kann, man habe schlecht gewirtschaftet, sondern es ist höhere Gewalt", so Mautner Markhof.

Was das für die Mitarbeiter bedeutet? "Das werden wir sehen, je nach Maßnahmen gibt es mehrere Möglichkeiten. Was dies dann tatsächlich für Maßnahmen sind und was das für die Mitarbeiter bedeutet, wird sich dann entscheiden, wenn wir eine Entscheidung gefällt haben." Eine Deadline gebe es auf Rückfrage der BezirksRundschau nicht, eine Entscheidung müsse aber in den nächsten Monaten erfolgen, denn "sonst rennt uns die Zeit davon", so der Brauerei-Chef. Er appelliert an die Region: "Ich wünsche mir, dass die Umgebung nicht nur von Regionalität redet, sondern sie auch lebt. Und auch die Biere einer örtlich ansässigen Brauerei trinkt. Das ist gelebte Regionalität, jemanden zu unterstützen, dem es nicht so gut geht."

Bei dem Sanierungsverfahren gehe es um Umstrukturierungen.

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