Früherkennung steigert Heilungschancen deutlich

Vorsorgeuntersuchungen sollten vor allem bei erhöhtem Risikoprofil sowie Beschwerden genutzt werden.
  • Vorsorgeuntersuchungen sollten vor allem bei erhöhtem Risikoprofil sowie Beschwerden genutzt werden.
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  • hochgeladen von Christine Schneider

BEZIRK. Ob Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette oder Übergewicht: Ein Gesundheits-Check kann erste Hinweise auf Gesundheitsrisiken oder bereits bestehende Erkrankungen aufzeigen. Was genau im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung kontrolliert wird und worauf man dabei achten sollte, erklärt Katrin Bangerl, Allgemeinmedizinerin in Kematen.

Früherkennung
"Bei der Vorsorgeuntersuchung handelt es sich um einen kostenlosen Gesundheits-Check, der Erkenntnisse über den aktuellen Gesundheitszustand und persönliche Risiken liefert", so Bangerl. "Dadurch können chronische Erkrankungen verhindert oder im Frühstadium diagnostiziert werden." Denn im Falle einer Erkrankung erhöht die Früherkennung die Heilungschancen deutlich.

Was wird untersucht?
Zunächst geht es darum, sich ein erstes Bild über den Gesundheitszustand zu machen. "Beim ersten Arzttermin erfolgt eine Harnabgabe und eine Blutabnahme. Dabei ist es wichtig, dass der Patient nüchtern ist", so Bangerl. "Der zweite Teil beinhaltet ein ausführliches ärztliches Gespräch sowie eine körperliche Untersuchung." Je nach Risikoeinschätzung und Alter können diverse Zusatzuntersuchungen sinnvoll sein. Dazu zählt beispielsweise die Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr beziehungsweise entsprechend früher bei familiär bedingtem Darmkrebsrisiko. Ab welchem Alter eine Vorsorgeuntersuchung zu empfehlen ist? Die Ärztin klärt auf: "Grundsätzlich ist eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung ab dem vollendeten 18. Lebensjahr einmal jährlich möglich. Dieses Angebot sollte vor allem bei Vorliegen diverser Beschwerden oder Erkrankungen sowie bei einem erhöhten Risikoprofil großzügig genutzt werden."

Was ist zu beachten?
"Besonders wichtig ist, eine kurze Aufstellung der Vorerkrankungen sowie eine aktuelle Medikamentenliste mitzubringen", betont Bangerl. "Somit kann lückenlos auf die persönliche Krankengeschichte eingegangen und die medikamentöse Behandlung optimiert werden." Je nach Untersuchungsergebnis erfolgt abschließend eine Empfehlung für weitere Untersuchungen oder Behandlungen seitens des behandelnden Arztes.

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