Negativtrend zum Trotz: Vorbeugen als A und O

Als weiterhin wichtigste Präventivmaßnahme gilt die Benützung eines Kondoms.
  • Als weiterhin wichtigste Präventivmaßnahme gilt die Benützung eines Kondoms.
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  • hochgeladen von Christine Schneider

BEZIRK. Ob Bakterien, Parasiten, Pilze oder Viren: Die Erreger von Geschlechtskrankheiten – die am weitesten verbreiteten ansteckenden Krankheiten – sind vielfältig. Manche Erkrankungen sind schnell, andere nur schwer erkennbar. Was man über Geschlechtskrankheiten wissen sollte, verrät Matthias Barta, Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Peuerbach.

Welche Erkrankungen treten am häufigsten auf?
Barta:
In den letzten Jahren zeigt sich eine Zunahme zahlreicher Geschlechtserkrankungen, leider auch der vor wenigen Jahrzehnten schon als fast ausgerottet geltenden klassischen Arten wie Syphilis oder Tripper. In erster Linie dürfte dies auf ein zunehmend leichtsinniges Verhalten zurückzuführen sein, nicht zuletzt durch eine bessere Behandelbarkeit von HIV. Auch in meiner beruflichen Praxis ist dieser Anstieg nachvollziehbar, die wichtigste Gruppe stellen junge Erwachsene dar. Neben den klassischen Erkrankungen werden allerdings andere wie Chlamydien, Herpes genitalis und allen voran die Feigwarzen noch deutlich häufiger diagnostiziert.

Wie machen sich Geschlechtskrankheiten bemerkbar?
Bei der Erkennung sollte man auf Symptome wie Ausfluss, Brennen oder Schmerzen beim Harnlassen, Geschwüre oder geschwollene Leistenlymphknoten achten. Feigwarzen zeigen sich als braune, rötliche oder hautfarbene weiche warzige Gebilde in unterschiedlicher Ausdehnung und Größe. Beim Herpes genitalis finden sich gruppierte Bläschen im Genital- oder Gefäßbereich, einhergehend mit Schmerzen oder Juckreiz.

Wie sieht die Behandlung dieser Erkrankungen aus?
Für fast alle genannten Erkrankungen stehen gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, vor allem in Form von Antibiotika oder Virostatika. Als sehr therapieresistent und rezidivfreudig können sich Feigwarzen erweisen. Manchmal bedarf es hier auch einer operativen Abtragung. Diese Tatsache, die Häufigkeit sowie die mögliche Folge einer Gebärmutterhalskrebsentstehung unterstreichen die Sinnhaftigkeit der Impfung. Als weiterhin wichtigste Präventivmaßnahme gilt die Benützung eines Kondoms. Andernfalls besteht wohl keine Chance, den statistischen Negativtrend in nächster Zeit umzukehren.

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