Einsatzkräfte sind auch an Silvester unterwegs

Feuerwerk gehört natürlich zu Silvester – für die Einsatzkräfte bedeutet das aber auch mehr Arbeit.
  • Feuerwerk gehört natürlich zu Silvester – für die Einsatzkräfte bedeutet das aber auch mehr Arbeit.
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  • hochgeladen von Julia Mittermayr

BEZIRKE (jmi). Ein Baby, das um Mitternacht auf die Welt kommt, oder ein junger Mann, der in die eisige Donau springt. Das Rote Kreuz (RK) hat es in der Silvesternacht mit erfreulichen oder kuriosen Fällen zu tun. Aber auch mit tragischen, wie: "Zwillinge, die mit selbst gebastelten Böllern verunglückten – das ist aber schon 20 Jahre her. Silvesterknaller führen immer wieder zu Verletzungen. Mittlerweile nehmen diese Fälle ab – vermutlich dank besserer Aufklärung", erzählt Josef Zauner, Bezirksrettungskommandant des RK Grieskirchen. Auf die Rotkreuz-Helfer in Leitstelle und sechs besetzten Rettungsautos warten im Schnitt zehn bis 50 Aufträge in der Silvesternacht.

Ähnlich im Nachbarbezirk Eferding: Etwa elf Helfer arbeiten in der Nacht – die Standardbesetzung. "Silvester ist nicht stärker als andere Tage. Erkrankungen, Verkehrsunfälle oder kleinere Verletzungen – die üblichen Sachen, nichts Auffälliges. Die Region feiert gewohnheitsgemäß relativ gesittet", zeigt sich Eferdings Rotkreuz-Chef Franz Puttinger erleichtert. Stehen größere Veranstaltungen an, wird die Besatzung dementsprechend verstärkt. Auch am Tag – wie beim Silvesterlauf in Peuerbach.

Vorbeugend arbeiten

Dort trifft man die Polizei ebenfalls an: „Bei solchen Events sind wir immer ein bisschen mehr präsent. Nicht weil es in der Vergangenheit Vorfälle gab, sondern präventiv wegen der Zuschauermengen“, versichert Polizei-Chefinspektor Gerhard Groißhammer. Vorbeugend da zu sein, heißt es für die Einsatzkräfte auch auf einem anderen Gebiet: illegale Silvesterknaller. "Wir unterstützen die Bezirkshauptmannschaft in der Kontrolle von Feuerwerksständen in der Region – eine Arbeit, die wir jedes Jahr durchführen." Die heurige Silvesternacht, hofft der Chefinspektor, werde "wohl erfahrungsgemäß ohne Besonderheiten ablaufen".

"Rechnen jederzeit mit Einsätzen"

Mit Raketen hat auch die Feuerwehr zu tun: "Ein, zwei Kleinigkeiten gibt es schon jedes Jahr, wie abgeschossene Raketen, die Sträucher entzünden. Bei trockenem Wetter steigt die Gefahr von Bränden durch Feuerwerkskörper. Die Silvesternacht verläuft zwar eher ruhig – wir rechnen aber jederzeit damit, zum Einsatz zu kommen", so Eferdings Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Pichler.

Vor Bränden durch Feuerwerkskörper warnt auch Josef Murauer, Feuerwehrchef im Bezirk Grieskirchen. Ein weitaus größeres Problem sieht er in betrunkenem Fahren: "Das ist vor allem ein Thema in der Zeit der Punschstände. Warmgetränke haben einen ganz anderen Alkoholgehalt als etwa Bier – das kann man leicht übersehen. Es gibt leider immer wieder einige, die das Alkoholverbot am Steuer ignorieren. Da kann man nur an die Vernunft appellieren."

Die richtige Nummer im Notfall

So erreichen Sie die Einsatzorganisationen im Ernstfall an den Feiertagen:

Rotes Kreuz: Telefon: 144. Auch an den Feiertagen ist das Rote Kreuz immer mit mindestens einem Rettungsauto besetzt: im Bezirk Grieskirchen in den Ortsstellen Grieskirchen, Peuerbach und Haag; das Eferdinger Rote Kreuz in den Ortsstellen Eferding, Hartkirchen und Wilhering.

• Der Hausärztliche Notdienst (HÄND) ist ebenfalls zu Silvester im Einsatz. Er ist wie sonst an Feiertagen und Wochenenden von Samstag 7 Uhr bis Montag 7 Uhr unter der Nummer 141 erreichbar. Ist ein Hausbesuch nötig, bringt das Rote Kreuz den Visitenarzt zum Patienten.

• Wie gewohnt sind Feuerwehr, unter der Nummer 122, sowie Polizei, unter der Nummer 133, zu erreichen.

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