17.11.2016, 15:00 Uhr

Verletzungsrisiko in der Wintersaison minimieren

Tipps für die Wintersaison, damit der sportliche Ausflug im Schnee nicht in einem Krankenhaus endet. (Foto: Christa Eder/Fotolia)
BEZIRK. Ob Skifahren, Snowboarden, Langlaufen oder Rodeln: Der Beginn der kalten Jahreszeit bietet Wintersportfans große Abwechslung – allerdings auch zahlreiche Verletzungsmöglichkeiten. Wie man Sportverletzungen als unliebsame Begleiterscheinungen der Wintersaison verhindern kann, erklärt Gabriel Povacz, Sportphysiotherapeut bei Inform in Grieskirchen.

Das ganze Jahr über
Viele Verletzungen im Wintersport resultieren aus mangelnder Fitness und unzulänglicher körperlicher Vorbereitung. "Die häufigsten Wintersportverletzungen sind dabei Muskelzerrungen bei Stürzen sowie Kreuzbandrisse oder Wirbelsäulenverletzungen bei Zusammenstößen", verrät Povacz. Um Muskeln und Gelenke optimal auf die ungewohnten Belastungen in der bevorstehenden Wintersaison vorzubereiten, sollte man schon lange vor Winterbeginn entsprechend trainieren. "Neben dem Klassiker – der Skigymnastik – hilft auch Krafttraining, um sich auf die Belastung durch Wintersportarten vorzubereiten", so der Sportphysiotherapeut.

Unmittelbare Vorbereitung
Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, gibt es jedoch auch am Sporttag selbst einige Vorsorgemaßnahmen, die Wintersportler beachten sollten. Dazu zählt das Einplanen von ausreichend Zeit für das Aufwärmen. "Dehnen und Joggen am Stand helfen dabei, Muskelbeschwerden und Verletzungen vorzubeugen. Bei mehreren aufeinander folgenden Skitagen sollte man die Leistung langsam steigern", betont Povacz. "Lassen Kraft und Kondition nach, nimmt die Konzentrationsfähigkeit ab oder macht sich Müdigkeit bemerkbar, so ist es besonders ratsam, entsprechende Erholungspausen einzulegen."

Material ist entscheidend
Doch auch die Wahl des Sportgerätematerials spielt immer wieder eine wesentliche Rolle bei Wintersportverletzungen. "Bei der Materialauswahl sollte man stets den individuellen Konditions- und Trainingszustand beachten. Das beste Material ist nicht immer automatisch die beste Wahl", erklärt Povacz. "Die beste Prophylaxe gegen Wintersportverletzungen ist jedoch eine vorsichtige, umsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise auf der Piste. Denn gerade Sportverletzungen als Folge von Zusammenstößen oder Ausweichmanövern nahmen in den letzten Jahren stark zu."
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