17.09.2014, 20:00 Uhr

Sandra Mitter hat alte Tassen im Schrank

Zu verschnörkelten Tellern gesellt sich eine Tasse mit Goldrand und fertig ist die Etagère!

In der Werkstatt einer jungen Wahl-Peuerbacherin erwacht Omas altes Porzellan zu neuem Leben.

Teucht bei Peuerbach (bic). Betritt man Sandra Mitters bunte Hobbywerkstatt, fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Elefant im Porzellanladen. Überall stapeln sich Teller, Tassen, Zuckerdosen und Untertassen, um von der 25-Jährigen in originelle Etagèren verwandelt zu werden. Mit dem Bohrer musste sie erst experimentieren und anfangs gingen viele Stücke zu Bruch. "Aber Scherben bringen ja bekanntlich Glück", schmunzelt Sandra. Schon als Kind war die gebürtige Hartkirchnerin eine leidenschaftliche Bastlerin, die alle Verwandten mit selbstgemachten Geschenken beglückte. Heute bietet ihr das Werken einen netten Ausgleich zum beruflichen Alltag im Büro. In ihrer Freizeit ist sie daher gerne auf Flohmärkten unterwegs. "Im Internet findet man zwar viel Geschirr, aber man kann die Sachen nicht angreifen und das Bild entspricht selten der Wirklichkeit."

Über den Tellerrand hinaus
Wie sich der Modestil über die Jahrzehnte verändert hat, lässt sich an den Tassen gut beobachten. "Früher waren sie zart und lieblich, mit Schnörkeln und zarten Mustern, heute bevorzugt man weißes Geschirr mit geraden Formen." Oft kommen Freunde oder Arbeitskollegen mit liebgewonnenen Einzelteilen zu ihr. "Denn auch wenn ein Service nur noch aus Überbleibseln besteht, fällt es den Leuten schwer ein Stück wegzuwerfen, das die liebe Oma vor 70 Jahren zur Hochzeit geschenkt bekommen hat!" Dann ist es schön, wenn Zuckerdose und Kuchenteller als Etagère - nun vielleicht gefüllt mit Chips und Erdnüssen - doch noch einen Platz auf dem Familientisch finden.

Wer Interesse an Sandra Mitters Arbeit hat, findet sie auf Facebook!
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