03.01.2018, 21:00 Uhr

Die Unternehmer sind optimistisch

Die (Junge) Wirtschaft blickt optimistisch ins neue Jahr. (Foto: BRS/Uibner)

Die Wirtschaft blickt zuversichtlich auf das neue Jahr – einige Hürden bleiben aber noch bestehen.

BEZIRKE (fui). Niedrige Arbeitslosenquoten und positive Prognosen für das neue Jahr – die Wirtschaftszahlen lassen auf ein gutes 2018 hoffen. Die BezirksRundschau hat sich in der Wirtschaft umgehört, welche Hoffnungen die Unternehmer für heuer haben.
"Die Stimmung der Unternehmer ist sehr optimistisch – es geht bergauf", erklärt WKO-Leiter Hans Moser: "Wir rechnen mit einer lang anhaltenden Aufwärtsentwicklung der regionalen und internationalen Wirtschaft."
David Falkner, Bezirksobmann der Jungen Wirtschaft in Eferding und seit drei Jahren als Maler selbstständig, bestätigt diese Aussicht: "Die Konjunktur zieht an, und die Auftragsbücher sind voll, also: Es läuft wirklich gut. Dazu kommt auch die wachsende Bereitschaft vieler, Geld für qualitativ hochwertige Arbeit aus der Region auszugeben." Außerdem werde das Vertrauen zu Handwerkern wieder wichtiger, so Falkner, und davon profitieren die regionalen Betriebe. Die positive wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich natürlich auch auf den Arbeitsmarkt aus, erklärt der AMS-Geschäftsleiter in Grieskirchen Reinhold Forster: "Laut aktueller Prognose ermöglicht das Wirtschaftswachstum einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit." Bereits jetzt liegt Grieskirchen mit einer Jahresarbeitslosenquote von 4,4 Prozent unter den besten fünf Bezirken in Oberösterreich. Gleichzeitig verschärft sich damit der Mangel an Fachkräften, der die Unternehmen auch 2018 beschäftigen wird.

"Wichtige Forderung seitens der WKO ist die Regionalisierung der Zugänge auf den Arbeitsmarkt. Dazu gehört das Festlegen von Berufsmangellisten und die Beschäftigung von Asylberechtigten und -werbern. So kann die aktive Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Zulassung qualifizierter ausländischer Fachkräfte besser gesteuert werden", so der Unternehmer und Bezirksstellenobmann der WKO Eferding Michael Pechers-#+torfer. Ein weiterer Schritt zur Bekämpfung des Fachkräftemangels soll die "Duale Akademie" werden. Damit wird Maturanten und Studierenden eine neue Möglichkeit für einen Berufsabschluss eröffnet. Grieskirchens WKO-Bezirksstellenobmann und Inhaber der Metallwerkstätten Pöttinger Laurenz Pöttinger formuliert weitere Forderungen an die Politik: "Neben dem angekündigten Bürokratieabbau erwarten sich die Unternehmer vor allem mehr Rechtssicherheit bei beschlossenen Gesetzen – die Etablierung eines Bürokratie-Checks wäre da ein Schritt in die richtige Richtung." Kritisch sieht Pöttinger auch das sogenannte "Gold-Plating", die Übererfüllung von EU-Regelungen.

Dem Fachkräftemangel begegnen
Laut aktueller Prognose von Synthesis Forschung zum Arbeitsmarkt 2017/2018 ermöglicht das Wirtschaftswachstum einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit. Die Jahresarbeitslosenquote für den Bezirk Grieskirchen beträgt 4,4 Prozent, einer der besten Werte Oberösterreichs. Dadurch verschärft sich allerdings der Fachkräfte- und Lehrlingsmangel weiter. Durch das Integrationsjahrgesetz werden ab dem 2. Quartal 2018 auch Asylwerber mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit eine Zielgruppe des AMS und erhalten Zugang zum Arbeitsmarkt. Eine Maßnahme der WKO zur Bekämpfung des Fachkräftemangels ist die "Duale Akademie". Vor allem Maturanten, Studenten und Studienabbrechern soll so eine modulare Fachausbildung mit Berufsabschluss angeboten werden. 2018 bringt auch die Angleichung von Arbeitern und Angestellten.
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