18.11.2016, 10:22 Uhr

Keine kostenlosen Handys für Flüchtlinge

Martin Wintereder von der Regionalcaritas Eferding/Grieskirchen wehrt sich gegen die Gerüchte um bezahlte Handys. (Foto: Caritas)

Die Caritas in Grieskirchen und Eferding dementiert Gerüchte, dass Flüchlingen Handys bezahlt werden.

BEZIRKE (raa). In letzter Zeit häufen sich auch in den Bezirken Grieskirchen und Eferding die Gerüchte, dass die Caritas Flüchtlingen Handys bezahlt. „An diesen Geschichten ist kein Fünkchen Wahrheit dran. Die Caritas bezahlt keine Handys, Gesprächsgebühren oder verteilt Gutscheine für iPhones – weder für AsylwerberInnen noch für andere Personen“, stellt Martin Wintereder von der Regionalcaritas Eferding/Grieskirchen klar.
Meist sind es Vorfälle, die die Freundin einer Tante des Nachbarn beobachtet haben will: Ein Asylwerber geht in ein Handyfachgeschäft, verweist auf die Caritas und fordert ein Handy an. „Seit Herbst 2015 kursieren diese Geschichten, die frei erfunden worden sind, um die Caritas zu schädigen. Derzeit kursiert in unserer Region erneut das Gerücht“, sagt Wintereder. Die Caritas bezahlt keine Mobiltelefone oder Smartphones, Gesprächsgebühren oder verteilt Gutscheine für Mobiltelefone. Asylwerber erhalten von der Caritas nur die Leistungen aus der Grundversorgung, finanziert von Bund und Land, ausbezahlt, so die Caritas. In einem Quartier mit Selbstversorgung erhalten sie am Tag 5,50 Euro Lebensmittelgeld, um damit selbst einzukaufen und zu kochen. Einmal jährlich erhalten sie dazu Bekleidungsgutscheine im Wert von 150 Euro sowie pro Schulkind 200 Euro Schulgeld im Jahr.
Nähere Informationen zu den Leistungen, die AsylwerberInnen erhalten, im Internet unter www.caritas-linz.at
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