22.09.2014, 08:22 Uhr

Neues Übungskonzept im Abschnitt Haag/Hrk. erstmals getestet

Die Feuerwehren Weibern und Aistersheim organisierten eine Abschnitts-Einsatzübung mit neuem Übungskonzept: erstmalig wurden die Bereiche Atemschutz und Funk zusammengefasst und gemeinsam beübt. Ziel war es, soweit als möglich, eine realistische einsatznahe Übung durchzuführen.



Nach der Lageerkundung am Einsatzort um 18:45 Uhr bei der Firma Höftberger durch die Feuerwehr Aistersheim lag folgende Sachlage vor:
Eine verletzte Person am Firmendach
Ein umgestürtzter Säurebehälter mit eingeklemmter Person
Brand im Keller der Firma mit massiver Rauchentwicklung
Gefährliche Stoffe im Firmenareal

Sofort stand eines fest: Alarmstufe 2 wurde ausgelöst. Folgende Feuerwehren und Personen wurden alarmiert:
FF Affnang, FF Altenhof, FF Gaspoltshofen, FF Höft, FF Hörbach, FF Weibern und FF Grieskirchen (DLK). Sowie: das Rote Kreuz (Ortsstelle Haag/Hrk.), AFKdt. BR Franz Oberndorfer, BFKdt. OBR Josef Murauer und der Bürgermeister von Aistersheim Rudolf Riener.


Die Feuerwehren von Affnang, Höft und Hörbach kümmerten sich um die 650 Meter lange Zubringerleitung die mit zwei Pumpen gespeist wurde. Dieser Bereich unterstand dem Leiter "Zubringleitung".

In der Zwischenzeit bauten die FF Aistersheim die Einsatzleitstelle mit Einsatzleiter HBI Roman Schwarzgruber, und die FF Weibern die Atemschutz-Sammelstelle auf. Auch hier wurde ein "Atmschutz-Einsatzleiter" bestimmt der den Ablauf koordinierte bzw. führte.

Die verletzte Person am Dach wurde nach der Erstversorgung, durch das Rote Kreuz, mit Hilfe der Drehleiter der FF Grieskirchen und der Korbtrage geborgen.

Paralell dazu waren die Atemschutztrupps beschäftigt, den umgekippten Säurebehälter (1000 Liter) zu identifizieren, (die Informationen zur Stoffnummer 1791 wurden beim LFK mit Funk eingeholt), und die eingeklemmte Person zu befreien.

Der Brand im Keller des Firmenareals wurde mittels Wärmebildkamera rasch lokalisiert und gelöscht. Das Erkunden der gefährlichen Stoffe erfolgte nach System. Alle bereits durchsuchte Räume wurden mittels Absperrbändern markiert.

Kommunikationsmäßig wurde der gesamte Atemschutz auf Kanal 3 abgewickelt, was sich sehr positiv auf den gesamten Funkverkehr auswirkte.

Um 20:32 Uhr wurde "Wasser halt" gegeben und im Anschluss daran die Schlussbesprechung vor Ort abgehalten. Nach den Aufräumarbeiten lud die FF Aistersheim ins Feuerwehrhaus ein.

Zusammengefasst war die Übung eine sehr Gute, mit Erfahrungen und Anregungen die sicher in die nächste dieser Art einfließen werden. In Summe nahmen an der neuen Abschnittsübung 87 Mann und 12 Einsatzfahrzeuge teil.
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