03.06.2017, 10:30 Uhr

Stichflamme durch Brand in Silo: Feuerwehrler und Firmenmitarbeiter verletzt

Zwei Feuerwehrkameraden von der FF Affnang und der FF Altenhof am Hausruck sowie ein Mitarbeiter der Firma vor Ort sind am 2. Juni 2017 bei einem Silobrand verletzt worden. (Foto: FF Weibern)

Insgesamt drei Verletzte forderte ein Brand gestern bei einer Firma in Altenhof am Hausruck: Feuerwehr und ein Mitarbeiter des Unternehmens wollten dem Feuer in einem Silo auf den Grund gehen – als plötzlich eine Stichflamme herausschoß.

ALTENHOF AM HAUSRUCK. Wie die Polizei mitteilt, hat der Mitarbeiter zwischen 6:30 und 7 Uhr am 2. Juni 2017 Brandgeruch und Rauchentwicklung festgestellt, weshalb er die Feuerwehr verständigte.

Insgesamt sechs Feuerwehren der umliegenden Ortschaften gingen dem möglichen Brand auf den Grund. Schließlich entdeckten sie einen Glimmbrand im Bereich der Hackschnitzel-Heizungsanlage im Zuführrohr des Heizgutes vom Scharten-Silo. Warum dort drinnen ein Glimmbrand entstehen konnte, ist noch unbekannt. Die Feuerwehr hat jedenfalls das Brandgut im Bereich der Heizung entfernt. Sie gingen davon aus, alle Glutnester erwischt zu haben, weshalb das Unternehmen um 11:15 Uhr mit dem Entleeren des Silos durch Absaugung begonnen hat. Dabei kam es schon bei Beginn der Arbeiten aus unbekannten Gründen zu einer Entzündung und in der Folge zu einer Verpuffung und Ausbreitung einer Stichflamme aus dem Silo.

Durch die Stichflamme wurden ein Feuerwehrmann der FF Affnang sowie ein Kamerad der FF Altenhof/H. und auch der Mitarbeiter der Firma durch Verbrennungen unbestimmten Grades verletzt. Alle drei Personen waren mit dem Absaugvorgang beschäftigt.

Zwei Verletzte wurden mit je einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Bogenhausen im Landkreis München verbracht. Ein verletzter Feuerwehrmann wurde mit dem Roten Kreuz ins Klinikum Wels eingeliefert.

Ein Brandsachverständiger der Brandverhütungsstelle Oberösterreich begutachtete die Brand- und Unfallstelle. Vorerst kann als Brandursache laut Polizei von einem technischen Defekt ausgegangen werden.

Fotos: FF Weibern
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