27.10.2016, 10:51 Uhr

Von den Anfängen der Kinderwerkstatt

Silke Reiters Tochter Miranda war Namensgeberin und Designerin der "Kinderwerkstatt".

Aus Silke Reiters unermüdlichem Engagement wurde eine Einrichtung, die aus Grieskirchen kaum mehr wegzudenken ist.

MEGGENHOFEN (raa). "Eine der Fragen war, wie kann man Kinder für Technik begeistern", erinnert sich Silke Reiter, selbst Mutter zweier Kinder. Reiter wünschte sich für Grieskirchen eine Kinderbetreuung der besonderen Art. In monatelanger Vorarbeit erstellte Reiter ein detailliertes und durchdachtes Konzept einer "Kinderwerkstatt". "Ich konnte einige Leitbetriebe in Grieskirchen, wie Haberfellner und Pöttinger von meiner Idee überzeugen", so über die "Rennerei" zum Beginn ihres Herzensprojektes. "Viele Leute, die nichts davon haben, hatten das Projekt unterstützt und heute ist es wirklich eine Erfolgsgeschichte", so Reiter. Viel Hilfe bekam Reiter von Peter Pachner, der für die Einrichtung sorgte, und von Laurenz Pöttinger, der die Metallarbeiten übernommen hat. "Der Handel hatte leider zu wenig Spielraum für ein Sponsoring." Viel Zeit verwendete Reiter, um mit vielen Leute zu sprechen, um Ideen zusammenzutragen. "Ich glaube, ich habe mit der Kinderwerkstatt den Nerv getroffen und sicherlich war es auch die richtige Zeit dafür." Ihr Konzept kam so gut an, dass es beim Wettbewerb "WiR – Wirtschaft in der Region" mit dem Bundessieg ausgezeichnet wurde.
Die Zielsetzungen waren ihr von Anfang an klar: Die Innenstadt sollte belebt werden, da Eltern durch die Betreuung ihrer Kinder mehr Zeit zum Einkaufen haben. Ein attraktives Angebot sollte zudem die spielerische Wahrnehmung der Kinder für Grieskirchner Betriebe fördern.
Als Highlights für die Kinder plante sie schon im Konzept eine Holzwerkstatt, einen Bauplatz, eine Malerecke, einen Kaufladen und eine Backecke. Von Anfang an begeistern konnte Reiter auch Bürgermeisterin Maria Pachner, der aber finanziell damals die Hände gebunden waren. "Trotzdem war die Stadt immer involviert." Die Gesamtkosten beliefen sich am Ende auf rund 40.000 Euro, "die wir komplett über Sponsoren generieren konnten". Gleich nach Fertigstellung hat Reiter ihre Kinderwerkstatt an die Nachfolger übergeben. "Bei Martina Sandberger ist die in guten Händen", freut sich Reiter. In der Kinderwerktstatt können Kinder von drei bis zehn Jahren betreut werden. Neun Kinder können in einer Gruppe betreut werden.
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