08.03.2017, 12:32 Uhr

Wenn sich die Jäger des Bezirks treffen

Frauen auf Lauerstellung: Die Jägerinnen Cornelia Reitböck aus Bruck-Waasen und Katharina Schachinger aus St. Agatha. (Foto: Josef Pointinger)

Beim Bezirksjägertag in der Grieskirchner Manglburg zog man Bilanz über das vergangene Jahr.

GRIESKIRCHEN (raa). 430 der gut 900 Jäger aus dem Bezirk fanden sich beim Bezirksjägertag ein. Informiert wurde unter anderem über die neue Jagdgesetznovelle. "Diese sieht vor, dass nach einer Überklagung durch Wildschäden sich der Kläger an den Kosten beteiligen muss", so Bezirksjägermeister Rudolf Kapsammer. "Das gibt uns Jägern mehr Rechtssicherheit."
Kapsammer klärte auch über den starken Winter auf, der Rehwildfütterungen notwendig machte: "Durch die dicke Eisschicht war eine artgerechte Wildfütterung unbedingt erforderlich." Immerhin hat in den vergangenen Jahren der Wildverbiss zugenommen – nicht zur Freude der Waldbesitzer. "Dabei ist dieser Verbiss in den Gebieten, in denen die Wildfütterung durchgeführt wurde, zurückgegangen. Denn Wildfütterung ist auch Waldschutz." Kapsammer wünschte sich von seinen Jagdkollegen auch die Bereitschaft zur Aus- und Weiterbildung. "Wir müssen für Wald, Wild und Natur Ansprechpartner für die Bevölkerung bleiben, und für Führungskräfte sollten Fortbildungen verpflichtend eingeführt werden", so der Bezirksjägermeister.

Jägerinnen auf der Pirsch
Noch eine Minderheit mit knapp sieben Prozent sind Jägerinnen. Die 29-jährige Katharina Schachinger aus St. Agatha stammt aus einer Familie von Jägern. "Schon mein Uropa war Jäger, und als mein Papa und mein Bruder die Jagdprüfung abgelegt haben, habe ich das auch in Angriff genommen", erinnert sich Schachinger. "Das ist der totale Ausgleich zum stressigen Job. Das Erlegen von Wild ist ja nur ein kleiner Teil, in einer regulierenden Art. Das meiste ist Hege und Pflege, das Retten von Kitzen vor Mähdreschern und vieles mehr."
Cornelia Reitböck war familiär nicht vorbelastet. "Ich bin gerne in der Natur, genieße das Vogelzwitschern und kann dabei abschalten", so Reitböck. Vor ihrem ersten Schuss meinten ihre Eltern noch, "dass könne ich ja ohnehin nicht. Aber ich bin der Meinung, wenn man das Fleisch essen will, muss man es auch selbst erlegen und aufbrechen können", betont Reitböck.

Fotos: Josef Pointinger
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