06.11.2016, 18:22 Uhr

"Wachstum macht mir Sorge"

Peter Oberlehner, Christina Spiegelfeld, Thomas Stelzer und Maria Pachner.

Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer über Arbeit, Ausbildung und Asyl.

GRIESKIRCHEN (raa). In der Bevölkerung geht es, so Thomas Stelzer, um Arbeit, Ausbildung und Asyl. "Die Arbeit ist dabei sicher das Hauptthema, vor allem die Sicherung und der Erhalt".
Der Landeshauptmann-Stellvertreter besuchte in Grieskirchen einige Betriebe und die Lehlingsmesse in der PTS. Zu einem Pressegespräch lud Stelzer in die Bibliothek "Lesefluss am Gries". Bildung, Ausbildung und Arbeit sind schließlich sein Resort und hier sieht er in der Zukunft viele Herausforderungen. "Sorge bereitet mir das Wirtschaftswachstum, das reicht momentan nicht, um unser Level zu halten." Um das Wachstum anzukurbeln "greifen wir mit unserer STAR-Landesförderung gerne nach den Sternen." Als weitere wichtige Aspekte sieht er die Entbürokratisierung und Verwaltungsvereinfachungen. In Sachen Infrastruktur "waren lange Zeit der Straßenbau das Hauptthema, heute ist es der Breitbandausbau, doch hier stehen wir noch relativ am Anfang," Dabei wäre, da sind sich er und Bundesrat Peter Oberlehner einig, der schnelle Internetanschluss wichtig, "gerade auch für Neuansiedlungen von Betrieben". In Sachen Ausbildung setzt Stelzer auf den Bildungskompass Oberösterreich, der eine weitere Verschränkung von Kindergärten und Volksschulen vorsieht. "Vor allem den Ausbau der Kinderbetreuung muss man als Konjunkturimpuls sehen." Beim Thema Asyl setzt er auf eine gemeinsame Sprache. "Deutsch muss möglichst schnell erlernt werden. Auch müssen unsere Werte und Traditionen übernommen werden." Bleibeberechtigte Asylwerber sollten seiner Meinung nach schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden. "Dort müssen wir die Flüchtlinge fit machen, weil wir sie in manchen Bereichen auch brauchen."
"Wir im Bezirk befinden uns in Bezug auf Arbeitslosigkeit in einer erfreulichen Situation", so Oberlehner, "aber das darf für uns kein Ruhekissen sein." Für ihn geht es auch um Ansiedlung, "gerade unser ländlicher Raum muss gefördert werden, und da ist die Verlegung der Landwirtschaftskammer in einen urbanen Raum wie Wels nicht nachvollziehbar", so Oberlehner. Asyl ist für ihn kein großer Aufreger mehr. "Wo wir welche haben, funktioniert es gut." Dieser Meinung ist auch Grieskirchens Bürgermeisterin Maria Pachner. "Trotz der schlechten Stimmung, die immer wieder kolportiert wird, ist die Situation vor Ort mit den Flüchtlingen gut."
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