30.11.2016, 13:52 Uhr

Grüner Teppich für Pöttinger Landmaschinen

Alle für Pöttinger: Fritz Pöttinger, Maria Pachner, Gisela Mayr und Karl Furthmair.

Nach 15 Jahren gibt es beim Wirtschaftsverbund Grieskirchen, St. Georgen und Tollet einen Wechsel.

GRIESKIRCHEN (raa). Die Vollversammlung des Regionalen Wirtschaftsverband hat mit Fritz Pöttinger einen neuen Obmann gewählt, er tritt die Nachfolge von Karl Furthmair an. Unterstützt wird Pöttinger im Verbandsvorstand von Maria Pachner und Gisela Mayr.
Ausgerechnet am 11. September 2001 wurde der Regionale Wirtschaftverband Grieskirchen, St. Georgen und Tollet gegründet. "Für die Welt waren die Anschläge auf das World Trade Center ein schlechter Tag, für die Region hingegen war es der Startschuß in eine erfolgreiche Zukunft", davon ist Karl Furthmair, Obmann seit der Gründung, überzeugt. Die Grundidee damals wie heute war die Planung und Erschließung von Betriebsansiedelungen. Dazu wurden in und um Stritzing die Infrastruktur geschaffen. Daneben beteiligte man sich auch am TIZ Landl in Grieskirchen. Bis 2007 war das alles eher ein Verlustgeschäft. Erst nachdem sich die ersten Betriebe etabliert hatten und weitere dazukamen ging es auch finanziell bergauf.
Innerhalb der letzten 15 Jahre wurden Investitionen in Höhe von über 2,8 Millionen Euro getätigt. Demgegenüber konnten sich die Gemeinden Kommunalsteuereinnahmen von gut 3,2 Millionen Euro unter sich aufteilen. Mittlerweile konnten auf einer Fläche von knapp 300.000 Quadratmeter 15 Betriebe untergebracht werden. Die größten und ersten waren Fröling und Gföllner. In diesen Betrieben finden heute rund 600 Personen Arbeit. Obwohl am Urspungsgelände in Stritzing nur noch 14.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen, will man auch weiterhin, dass sich in die drei Gemeinden Unternehmen ansiedeln. Vor allem aber legt man Wert darauf, dass vorhandene Leitbetriebe hier Flächen zur Expansion bekommen können. Der Wirtschaftsverband hat, vor allem im Hinblick auf eine Betriebserweiterung von Pöttinger Landmaschinen ein großes Gelände bei Niederweng ins Auge gefasst. Der Landmaschinenhersteller stellt sich einen Flächenbedarf von 17 Hektar vor. "Wir wollen Betriebe, die Menschen in der Region Arbeit geben und expandieren wollen, bei uns die Möglichkeit dazu geben", so Furthmair. "Wir sollten froh sein, in einer Region zu leben, wo Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und weiter angeboten werden, umgekehrt, Stellenabbaus wäre viel dramatischer", betont der scheidende Obmann. Derzeit gibt es sowohl mit Pöttinger als auch den Grundeigentümer Gespräche. "Wir wissen den Ausgang nicht, sind aber guter Dinge."

Chance für die Region

"Es geht auch um Schulen, die wir in der Region haben, um Forschungsstätten und um Betriebe", so Pöttinger in seiner Antrittsrede. "Ausbildung, Forschung, Produktion, wer das nicht zusammenbekommt, dem wandern die jungen Leute ab." Ihm geht es um Betriebe, die "Wertschöpfung in der Region lassen", und eben dort will der Wirtschaftsverband "anpacken".
"Pöttinger erweitert momentan bis an die Gemeindegrenze von Schlüßlberg weiter geht es dort nicht", so Pachner. "Die Unternehmensleitung hat ein klares Bekenntnis für die Region abgegeben, obwohl sie in vielen anderen Ländern auch Werke hat. Wenn dort nur gerrechnet würde, kämen sie sicher nicht auf die Idee, in St. Georgen neu zu bauen, aber er ist ein hier verwurzelter Leitbetrieb."
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