02.10.2014, 10:00 Uhr

Zu mehr Selbstständigkeit und Freiheit mit Lehre

Rainer Oberauer udn Simon Wenzl sind froh ihren Beruf erlernt zu haben.
PEUERBACH. Rainer Oberauer und Simon Wenzl haben zwei Sachen gemeinsam. Sie erlernten beide einen technsichen Beruf und arbeiten im selben Unternehmen. Der eine ist Spengler, der andere Installateur. Zufrieden sind sie beide mit ihren Jobs.
Rainer Oberauer ist 21 Jahre alt und wohnt in Neukirchen am Walde. Der junge Oberösterreicher besuchte die HTL für Automatisierung. Schnell war klar: Schule war nichts für ihn. "In der Schule hat mich vor allem der sture Frontalunterricht genervt. Ich wollte mit Leuten reden und etwas tun". Oberbauer wusste schnell, er würde entweder Mechaniker oder Installateur werden. Auf jeden Fall Technisch musste es sein.

"Vorher ist nichts da und auf einmal steht ein komplettes Bad."

Durch seine Stiefmutter kam er dann zum Installations- und Spenglereiunternehmen Meissl in Peuerbach, wo er seine Installateurslehre antrat. "Ich fand meine Lehrausbildung wirklich sehr interessant. Was mir an dem Beruf besonders gut gefällt, ist dass man sehr viel unterwegs ist. So ist man nicht eingesperrt und lernt immer neue Leute kennen. Zufrieden bin ich vor allem dann, wenn ich das Resultat meiner Arbeit sehe. Vorher ist nichts da, und auf einmal steht da ein komplettes Bad", grinst der 21-Jährige. Für ihn war die Entscheidung zur Lehre die richtige. Man wird selbstständiger und verdient sein eigenes Geld. Somit hat er auch in seiner Freizeit mehr Möglichkeiten. Menschen die den Beruf Installateur erlernen möchten, sollten vor allem Interesse und technisches Verständnis mitbringen. "Mit Menschen umgehen können und vor allem keine Angst vor Dreck haben", lacht er.
Simon Wenzl ist 20 Jahre alt und erlernte den Beruf Spengler. Mit einer weiterführenden Schule spekulierte er nur kurz. Er wollte eine Lehre beginnen. "Für mich kam nur Zimmermann in Frage. Ich wollte immer mit Holz arbeiten." Er hatte schon einem Job fix zugesagt. Durch seinen Vater, der ebenfalls Spengler bei der Firma Meissl ist, hat Simon aber dann in den Beruf Spengler reingeschnuppert, sich umentschieden und der alten Firma abgesagt.

"Wenn man will dann schafft man es auch."

In der dritten Klasse Berufsschule wurde er dann sogar Landesmeister in seinem Berufsfeld. "Berufsschule ist nicht so schwer. Wenn man will dann schafft man es auch." Die Lehre mit Matura ist für ihn ein tolles Angebot, selber wollte er aber keine Matura machen. "Meine Lehre war sehr abwechslungsreich. Man sieht viel, das Betriebsklima und vor allem der Chef ist super." Er kann den Jugendlichen raten sich viele Berufe vorher anzusehen. Für den Beruf Spengler sollte man handwerklich geschickt und wettertauglich sein. "Vor allem schwindelfrei. Man ist viel auf dem Dach", grinst der 20-Jährige.
Hanspeter Meissl ist Geschäftsführer des Unternehmens, das zurzeit vier Lehrlinge beschäftigt. Er achtet weniger auf das Zeugnis bei der Bewerbung, sondern wie sich die Person am Schnuppertag macht. "Ich kann in erster Linie einmal einen sicheren Arbeitsplatz bieten. Dann ist uns das Betriebsklima hier sehr wichtig. Was tut ein Lehrling mit hundert Euro mehr, wenn er sich ansonst überhaupt nicht wohlfühlt im Unternehmen." erklärt Meissl. Ansonsten ist er für Wünsche gegenüber Schulungen, Weiterbildungen sowie Maturakursen jederzeit offen. "Ich war immer völlig zufrieden mit Rainer und Simon. Beide sind für mich sehr positive Beispiele wie es sein sollte."
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