Güssinger Burgspiele vereinen Liebeswirren und Elfen-Zauber

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Zwar spielt William Shakespeares "Sommernachtstraum" im antiken Griechenland, doch die Liebeswirren in dieser Komödie sind ganz schön heutig: Eifersucht, verbotene Amouren, verschmähte Avancen, Beschimpfungen, Kämpfe zwischen Nebenbuhlern.

Regisseurin Sabine James hat den Klassiker mit seinen vier Handlungssträngen für die Güssinger Burgspiele behutsam und originalnah inszeniert. Bühnenbild und Kostüme entführen an einen altgriechischen Königshof und in die unwirkliche Traumwelt der Feen und Elfen. Gewitzte Tanzeinlagen und bunte Spezialeffekte peppen die Inszenierung auf, ohne sie zu überladen: Feuerjonglage, überdimensionale Seifenblasen und vielfarbige Laserlichter lassen das Publikum staunen.

Shakespeares über 400 Jahre alte Sprache glaubwürdig zu meistern, ist für jede Amateurtheatergruppe eine enorme Herausforderung. Das Burgspiel-Ensemble meistert sie mit Bravour.

Schauspielerische Entdeckung des Jahres ist ohne Zweifel Sophia Werner als Kobold Puck. Mit quirliger Energie und dem Schalk im Nacken löst sie Verwicklungen aus, die den biederen Handwerker Zettel (Peter Wechselberger) in einen Esel verwandeln und die Feenkönigin Titania (Helga Galosch) zum Gespött ihres Gemahls Oberon (Peter Zawischar) machen.

Als Liebende in Nöten überzeugen Viktoria Hotwagner, Oliver Mulzet, Arno Schützenhofer und - in ihrer ersten großen Güssing-Rolle - Edith Fuchsbichler. Die Herrscherrolle verkörpert Hans Horngacher mit großer Souveränität. Auch das Elfen-Trio und die schauspielernde Handwerkertruppe rund um Gerda Sabara sprühen geradezu vor Spielfreude.

Weitere Aufführungstermine:
4., 5., 11., 12. und 14. August
Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.
Karten unter 03322/42102 sowie unter burgspiel@aon.at

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