KRAGES reagiert auf Kritik
Neues MR-Gerät im Spital Güssing nun länger in Betrieb

Statt wie bisher 48 Stunden lang können im Krankenhaus Güssing nun 70 Wochenstunden lang MRT-Untersuchungen vorgnommen werden.
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  • Foto: KRAGES/Neumann
  • hochgeladen von Martin Wurglits

Auf die harsche Kritik von Patienten und Ärzten an den langen Wartezeiten für eine Magnetresonanztomographie-Untersuchung (MRT) im Krankenhaus Güssing hat die burgenländische Spitalgesellschaft KRAGES nun reagiert. Sie hat mit Anfang August die Betriebszeiten des Geräts deutlich ausgeweitet.

70 statt 48 Betriebsstunden

Statt wie bisher 48 Stunden ist das MRT-Gerät nun 70 Stunden pro Woche in Betrieb. Bis Ende Juli wurden die werktäglichen Untersuchungen nur nachmittags und abends vorgenommen, nun ist auch an allen Werktags-Vormittagen geöffnet. Die neuen Betriebszeiten:

  • Montag und Donnerstag („Kontrastmitteltage“): 9.00 - 22.00 Uhr (bisher: 14.00 - 22.00 Uhr)
  • Dienstag, Mittwoch, Freitag: 8.00 - 20.00 Uhr (bisher: 14.00 - 22.00 Uhr)
  • Samstag: 8.00 - 16.00 Uhr (wie bisher)

Ziel: 7.500 Untersuchungen pro Jahr

Die KRAGES hat sich als Ziel gesteckt, 7.500 Untersuchungen pro Jahr im Güssinger Spital durchzuführen. Von Juli 2018 bis April 2019 waren es nur 2.600 Termine. Radiologie-Facharzt Wolfgang Maurer, der die Kassenuntersuchungen bis Dezember durchführte, brachte es 2018 hingegen auf 7.800 Untersuchungen. Maurer nimmt nun im Auftrag der KRAGES die fachärztlichen Befundungen vor.

Kontrastmittel-Zeiten

Im Spital sind nun jeden Montag und Donnerstag so genannte Kontrastmittel-Zeiten eingerichtet. Das sind speziell reservierte Zeiträume für Patienten, für deren radiologische Untersuchung der behandelnde Arzt entschieden hat, dass ein Kontrastmittel verabreicht werden soll. Damit können bestimmte Strukturen oder Veränderungen im Körper besser dargestellt werden. Bei Tumorverdacht, drohenden Lähmungen oder Thrombosen sind auch raschere Termine möglich.

Im Durchschnitt bekommen laut KRAGES drei Patienten pro Stunde eine Untersuchung.

"Investition auslasten"

„Uns ist wichtig, dass alle Patienten bei der Terminvergabe gleich behandelt werden. Wir wollen außerdem unsere Investitionen entsprechend auslasten“, sagt KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis. Immerhin hat die KRAGES für das neue Gerät in Güssing 2,8 Millionen Euro ausgegeben. Elf Radiologie-Technologinnen und -technologen arbeiten hier.

Die voraussichtlichen Wartezeiten auf eine Untersuchung sind nun online ersichtlich. Zu finden ist diese Information neben dem Terminvereinbarungs-Modul auf der KRAGES-Homepage (www.krages.at/terminvergabe). Terminvergaben kann man auch telefonisch unter 057979-33133 vereinbaren.

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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