Uhudler-Anbauflächen müssen teilweise gerodet werden

Zu viel angepflanzt: Das Landesverwaltungsgericht hat vier Urteile der Bezirkshauptmannschaft Güssing bestätigt.
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  • hochgeladen von Martin Wurglits

Das Landesverwaltungsgericht hat die erstinstanzlichen Bescheide der Bezirkshauptmannschaft Güssing in der Uhudler-Affäre teilweise bestätigt. Demnach müssen vier der angezeigten Weinbauern bis 1. Oktober 2015 ihre illegal bepflanzten Rebflächen wieder roden.

Mit einer Verwaltungsstrafe und einem Rodungsbescheid waren sie belegt worden, weil die Neuauspflanzung von Ripatella-Weinstöcken gemäß Europäischer Agrarmarktordnung verboten ist. Gegen die Strafen der BH Güssing hatten die Weinbauern beim Landesverwaltungsgericht Burgenland Berufung eingelegt.

Eigenbedarfs-Flächen dürfen bleiben

Drei weitere Weinbauern bleiben von der Rodung ihrer neu ausgepflanzten Uhudlerrebflächen verschont. Sie konnten das Landesverwaltungsgericht davon überzeugen, dass aus den dort geernteten Trauben kein Wein, sondern Traubenmost und Marmelade für den Eigenbedarf erzeugt wird.

"In diesen Fällen handelt es sich um keine Weinbautreibenden im Sinne des Weinbaugesetzes", heißt es im Erkenntnis des Verwaltungsgerichts. Aufgrund der Auspflanzung in den Jahren 2013 und 2014 habe es außerdem bisher auch noch keine Ernten gegeben.

Rund 30 Anzeigen

Insgesamt wurden bei den Bezirkshauptmannschaften Güssing und Jennersdorf in den letzten Monaten rund 30 Uhudler-Bauern angezeigt. Sie alle wurden mit dem Vorworf konfrontiert, durch die Neu- bzw. Wiederbepflanzung von Uhudler-Reben gegen geltendes Recht verstoßen zu haben.

Die vier zur Rodung verurteilten Bauern können gegen die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof einlagen und/oder eine außerordentliche Revision beim Verwaltungsgerichtshof beantragen.

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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