VitaBlick ausgezeichnet
Virtuelle Reisen für Senioren

Amadeus Linzer, Geschäftsführer VitaBlick, Marina Meisterhofer, Pflegedirektorin des Hilfswerks Burgenland und Werner Springer von A1 bei der Preisübergabe (v.l.)
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  • Amadeus Linzer, Geschäftsführer VitaBlick, Marina Meisterhofer, Pflegedirektorin des Hilfswerks Burgenland und Werner Springer von A1 bei der Preisübergabe (v.l.)
  • Foto: Sonja Radakovits-Gruber
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GÜTTENBACH/OBERWART. Um seinem Großvater seinen Studienplatz in Rotterdam zu zeigen, entwickelte Amadeus Linzer vor zwei Jahren die erste Brille, mit welcher man mittels „Virtual-Reality-Technik“ (VR-Technik) beim Aufsetzen auf virtuelle, gedachte Reisen gehen konnte. Daraus entwickelte sich das Unternehmen „VitaBlick“, dessen Brillen nun bei Senioren in drei Pflegeheimen des burgenländischen Hilfswerks zum Einsatz kommen.

Reisen im Kopf

Dieses Projekt ermöglicht alten Menschen, noch einmal Orte zu besuchen, die sie aus ihrem früheren Leben kannten oder nie kennenlernen konnten. „Mit dem Aufsetzen der Brille und dem Abspielen des Films in spezieller 360°Grad Technologie, bieten wir den Senioren einen Weg, ihre jetzige Mobilitätsbarriere zu überwinden und auf gedachte Reisen zu gehen“, erklärt Geschäftsführer Amadeus Linzer. So soll mit einer virtuellen Reise auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bewohner der Pflegeheime gesteigert werden.

Emotionelle Momente

In der Seniorenpension des Hilfswerks in Güttenbach durften Senioren die Brille nun ausprobieren und wählten dabei aus den 25 bis dato möglichen Zielen einen Spaziergang am Csaterberg aus. Sofort nach dem Aufsetzen der Brille versanken dabei Hilda Horvath, Josef Unger und Hildegard Szellinger in einer Welt zwischen Kellerstöckeln und Weingärten und schon während der Film vor den Augen der Senioren ablief, wurde ihre Begeisterung über den Spaziergang ausgedrückt bzw. wurden die gezeigten Bilder kommentiert.

Nach dem Absetzen der Brille, eine Reise dauert in etwa 20 Minuten, durfte sich Amadeus Linzer über begeisterte Rückmeldungen freuen. „So etwas Schönes habe ich schon lange nicht mehr gesehen“, erzählt Hildegard Szellinger und Hilda Horvath berichtet gerührt aus ihrer Kindheit und dem Arbeiten im Weinkeller am Csaterberg.

Aus diesen Erinnerungen heraus entwickelt sich ein Gespräch, das noch im Gruppenraum mit anderen Senioren lebhaft fortgesetzt wird. „Das ist ein weiteres wichtiges Ziel der VR-Brille“, erklärt Linzer. „Die Reise soll nicht nur bei den einzelnen Senioren für kurze Zeit wirken, sondern sie soll zu möglichst vielen Gesprächen und Erinnerungen mit anderen Heimbewohnern führen.“

Preisverleihung

Mit diesem Projekt ging „VitaBlick“ auch als Sieger des A1-Innovations-Preises 2020 für das Burgenland hervor, wo Unternehmen aus ganz Österreich, die während der Corona-Krise innovative Projekte entwickelt hatten, von A1 gewürdigt werden. Der entsprechende A1-Leistungs-Scheck dazu wurde Amadeus Linzer bei dieser Gelegenheit in Güttenbach übergeben.

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