Mit dem Rad
17-jähriger St. Michaeler fährt in 24 Stunden 716 Kilometer

Paul Maria Mark aus St. Michael hat ohne Team und Betreuer an der 24-Stunden-Ultra-Radchallenge in Kaindorf teilgenommen.
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  • Paul Maria Mark aus St. Michael hat ohne Team und Betreuer an der 24-Stunden-Ultra-Radchallenge in Kaindorf teilgenommen.
  • Foto: Sportograf
  • hochgeladen von Elisabeth Kloiber

„Ich wollte ganz einfach nur ein Statement setzen“, so der 17 Jahre alte BORG-Schüler Paul Maria Mark, der bei der 24-Stunden-Ultra-Radchallenge in Kaindorf 2021 sein Ziel mehr als nur erfüllt hat.

ST. MICHAEL IM BURGENLAND. „Ich mache den Sport nur für mich und habe auch nicht vor Wettkampfathlet zu werden. Stundenlang allein in den Bergen rumfahren, das beschreibt so ziemlich alles was ich zu meinem Glück brauche", erklärt Paul. "Es reizt mich dennoch mir Challenges zu setzen, deswegen wollte ich ohne Team, Sponsoren oder Unterstützung in Kaindorf auftauchen und die 700 Kilometer-Grenze knacken.“

7.000 Höhenmeter, 30 Minuten Pause

Dabei hat er auch über 7.000 Höhenmeter zurückgelegt, dies entspricht fast der Höhe des Mt. Everest. Insgesamt hat er 30 Minuten Pause gemacht, diese kann man jedoch schwer als Pause bezeichnen, denn er hat sich selbst versorgt. Alle 3 Stunden ist er kurz vom Rad und hat Nahrung, bzw. Wasser aufgefüllt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug in den ersten 12 Stunden fast 32km/h.

„Eine große Problematik stellt bei 24h Rennen der Magen dar, ich musste lange über meine bis zu 300 km langen Trainingsausfahrten Ernährungskonzepte ausprobieren. Irgendwann habe ich dann mein Optimum gefunden, bestehend aus spezieller Flüssignahrung und einem Präventionskonzept, das jedoch mein Geheimnis bleibt.“

Fahren nach Plan und Strategie

Auch verletzungsbedingte Knieschmerzen haben ihn im letzten Viertel des Rennens nicht zurückgehalten, hier war ihm jedoch klar, dass er nicht über die 750 km hinauskommen kann. „Ich liebe Daten und Analyse ist mir genauso eine Herzensangelegenheit wie das Radeln selbst. Das Rennen war für mich schon von Anfang an entschieden. Ich bin kein Gruppenfahrer und bin das Rennen wie ein Einzelzeitfahren mit einer konstanten Leistung durchgefahren. Wenn man sich eine perfekte Strategie zurechtlegt, muss man im Rennen nur genau das machen, was man vorher geplant hat, bei mir ist das bis auf die Minute, Kalorie und Leistung in Watt aufgegangen.“

Ernährungskonzept

Durch sein Ernährungskonzept hat er bis zu 70% seiner verbrannten Energie wieder zurückführen können, das entspricht über 10.000 Kalorien. Auch die Nacht bei 10°C hat ihm nichts ausgemacht, alles bis zum einstelligen Bereich fährt er kurz/kurz.

„Dadurch, dass wir am Abend starten, sitzt man irgendwann mit über 30 Stunden Schlafentzug am Rad und das merkt der Körper dann irgendwann auch. In den letzten Stunden fühlte ich mich, als würde ich in dritter Person schweben, Tunnelblick beschreibt den körperlichen Ablauf des Tretens dann sehr gut", so Paul Mark über die Strapazen. 

Nächste Challenge wartet bereits

"Die 14.000 Kilometer die ich bisher dieses Jahr zurückgelegt habe, erleichterten meinem Körper die Anforderungen an die Fitness. Der Grund, warum ich zum Ende hin dann doch die verbleibenden Runden gezählt habe, war eine alte Verletzung, die mein rechtes Bein schmerzbedingt eingeschränkt hat. Jetzt werden erstmal wieder ein paar 30 Stunden Trainingswochen eingelegt, um mich für die nächste Challenge vorzubereiten, vielleicht fällt dabei auch ein neuer Weltrekord", verrät der 17-jährige abschließend.

Paul Maria Mark aus St. Michael hat ohne Team und Betreuer an der 24-Stunden-Ultra-Radchallenge in Kaindorf teilgenommen.
Paul Maria Mark aus St. Michael hat ohne Team und Betreuer an der 24-Stunden-Ultra-Radchallenge in Kaindorf teilgenommen.

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